Konstruktives Umfeld für höher rentierliche Assets

(lifePR) ( Zurich, )
Der globale Aufschwung erfasst immer mehr Länder und Märkte. Gleichzeitig sinken System- und politische Risiken, während der Risikoappetit steigt. Vermögensverwalter schichten daher zu Spreadprodukten und Aktien um.

Wenn auch die politischen Probleme in den USA noch nicht gelöst sind, so ist die Vereinbarung zur Schuldengrenze kurz- und mittelfristig für den Marktausblick günstig. Wir haben daher unser Exposure gegenüber höher rentierlichen Anlageformen verstärkt. Bei Hochzinsanleihen sind wir jetzt wieder übergewichtet und schätzen auch EM-Währungen etwas positiver ein.

Kurz- und mittelfristiger Marktausblick freundlicher

Im Marketexpress der vergangenen Woche diskutierten wir die Folgen, die das Tauziehen um die US-Schuldengrenze für die weitere Marktentwicklung hat.

Zwar handelt es sich bei der Vereinbarung zur Schuldenobergrenze nicht um eine echte Lösung, sondern lediglich um eine Vertagung des Problems. Doch hat sich die Ungewissheit fürs Erste weitgehend gelegt, da die Gefahr einer Zahlungsunfähigkeit der größten Volkswirtschaft der Welt und damit des ultimativen "risikolosen" Assets vorerst gebannt ist. Marktteilnehmer können sich daher wieder der Analyse von Rahmendaten und Kapitalflüssen zuwenden.

Im Ergebnis hat das politische Verwirrspiel der letzten Wochen in Washington auch dazu geführt, dass der politische Mix und die damit verbundenen Risiken die Märkte mittelfristig begünstigen. Aufgrund der anhaltenden fiskalpolitischen Unwägbarkeiten ist jetzt wohl klar, dass die Geldpolitik lockerer bleiben wird, als man bislang annahm. Wir rechnen damit, dass das Tapering bis März 2014 aufgeschoben wird. Der Shutdown der US-Regierung verzerrt die Konjunkturdaten und erschwert den politischen Entscheidungsträgern damit die Orientierung. Die jüngsten Arbeitsmarktdaten blieben hinter den Erwartungen zurück. Die Einsicht, dass der Haushaltsstreit bereits in Q1 2014 wieder aufflammen könnte, mag ein weiterer Grund für die Fed sein, ihre Anleihekäufe vorerst fortzusetzen. Zudem wird Janet Yellen im Januar den Fed-Vorsitz von Ben Bernanke übernehmen. Da Yellen tendenziell geldpolitisch lockerer eingestellt ist als Bernanke, ist mit einer weiterhin expansiven Geldpolitik zu rechnen.

Es hat zudem den Anschein, dass die Republikaner ihre riskante Verhandlungstaktik, mit der sie einen Zahlungsausfall hätten heraufbeschwören können, aufgegeben haben. heraufbeschwören können, aufgegeben haben. Einige führende Vertreter der Republikanischen Partei haben sich bereits ausdrücklich von dieser Taktik distanziert. Ohne drohende US-Pleite werden derartige Ereignisse in Zukunft wohl weniger marktbewegend sein.

Wachsendes Interesse an höher rentierlichen Assets

Vor diesem Hintergrund ist eine optimistischere Sicht durchaus gerechtfertigt. Der globale Aufschwung erfasst immer mehr Länder und Märkte. Gleichzeitig sinken System- und politische Risiken, während der Risikoappetit steigt. Institutionelle Vermögensverwalter wie Pensionsfonds und Versicherungsgesellschaften schichten daher von Liquidität und "sicheren" Anleihen zu Spreadprodukten und Aktien um. Auch wir setzen verstärkt auf höher rentierliche Assets wie High Yield, Immobilien und Aktien, wo wir jetzt übergewichtet sind.

Treasuries sind dagegen leicht untergewichtet. Im Anschluss an den US-Schuldenkompromiss sanken die Treasury-Renditen von 2,75 % kurz vor der Einigung auf 2,50 % letzten Freitag, als die Märkte eine expansivere Fed-Politik einpreisten.

Exposure gegenüber High Yield und EM FX erhöht

Anfang Oktober senkten wir unser Exposure bei Spreadprodukten wie High Yield, die sensitiv auf Entwicklungen in den USA reagieren. Grund waren die haushaltspolitische Ungewissheit und die sich wandelnde Renditedynamik. Nachdem der US-Haushaltsstreit vorerst ausgeräumt ist, schichten wir wieder in die höher rentierlichen Segmente um. Das aufgeschobene Tapering und die positive Wachstumsdynamik weltweit rechtfertigen eine stärker US- und wachstumsorientierte Positionierung. Die hohe Liquiditätsversorgung und die "Jagd nach Rendite" dürften anhalten. Das zeigt sich auch an den kräftigeren Investitionsströmen.

Ferner haben wir unsere untergewichtete Position in Währungen von den Emerging Markets (EM FX) glattgestellt. Nach der Ankündigung, die Fed werde ihr Tapering aufschieben, legten EM-Währungen - vor allem gegenüber dem US-Dollar - zu. Wir sehen hier Spielraum für einen weiteren Anstieg gegenüber dem USD, denn von Mai bis August, als die Märkte das Tapering einpreisten, hatten EM FX massiv an Boden verloren. Andererseits bleibt es bei den strukturellen Problemen in den EM, insofern beurteilen wir EM FX nicht übermäßig optimistisch. Bei EMD in Lokal- bzw. Hartwährung bleiben wir neutral.

Übergewichtung von Anleihen der Euro-Peripherie

Im FI-Segment sind wir bei Staatsanleihen von der Euro-Peripherie übergewichtet. Anleihen von Ländern wie Spanien und Italien bieten im Verhältnis zu ihren Rahmendaten attraktive Bewertungen und profitieren von der Normalisierung der Risikoprämien. Das zeigt sich an den kräftigeren Investitionsströmen auf die Anleihemärkte der EWU-Randstaaten. Die politischen Risiken sind stärker in den Hintergrund getreten, nachdem der italienische Premierminister Letta mit der unerwarteten Unterstützung Berlusconis das Vertrauensvotum im Senat gewann.

Bei europäischen Investment-Grade-Anleihen halten wir eine untergewichtete Position. Zwar verengen sich die Credit-Spreads generell bei steigenden Renditen, doch könnte der Renditeanstieg schwerer wiegen als die positiven Impulse. Bei Investment-Grade-Anleihen sind die Spreads bereits niedrig, so dass wenig Spielraum für positive Gesamterträge besteht.

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