Wann wird die Handynutzung zum Problem?

Zum "Internationalen Tag der Jugend" am 12. August stellt das Informationszentrum Mobilfunk (IZMF) Studien und Tipps zum Thema "Handysucht" vor

(lifePR) ( Berlin, )
Fast drei Stunden täglich sind Jugendliche in Deutschland durchschnittlich online, 135 Mal am Tag schauen sie auf ihr Handy. Das haben Forscher der Universität Bonn in einer aktuellen Untersuchung herausgefunden. Wie die JIM-Studie 2013 (Jugend, Information, Multimedia) zum Mediennutzungsverhalten 12- bis 19-Jähriger in Deutschland zeigt, verwenden Jugendliche immer häufiger das Smartphone zum Surfen im Internet: 73 Prozent gehen mit ihrem Mobiltelefon ins Netz. Besonders hoch im Kurs stehen bei ihnen Online-Communitys und Videoportale.

Folgen exzessiver Handynutzung
Die Smartphone- und Internetnutzung ist fest im Alltag der Jugendlichen verankert - doch wann wird sie kritisch? Spätestens dann, wenn sich Verhaltensauffälligkeiten zeigen, die auch im medizinischen Diagnoseklassifizierungssystem psychischer Störungen (ICD 10) der Weltgesundheitsorganisation WHO aufgeführt werden. Dazu zählen zum Beispiel Konzentrationsschwäche und psychische Anspannung. Bei Betroffenen kann es zum Leistungsverlust in der Schule oder im Beruf kommen. Auch der Schlaf-Wach-Rhythmus kann gestört und die Ernährung vernachlässigt werden.

Angaben der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen zufolge gibt es in Deutschland zwar keine allgemein anerkannte Diagnose einer Smartphone- bzw. Internetsucht. Jedoch gebe es Menschen, die Internet und Handy in problematischer Weise nutzten. Statt von einer "Handysucht" solle man daher von einem problematischen Handygebrauch oder einer exzessiven Nutzung sprechen.

Modellprojekte für Handynutzer
Nutzer können ihren Medienkonsum mithilfe von Programmen selbst erfassen und dadurch ihr Verhalten kontrollieren. Möglich ist das zum Beispiel mit der App "Menthal", die Informatiker und Psychologen der Universität Bonn entwickelt haben. Lädt ein Nutzer die App auf sein Mobiltelefon, wird genau dokumentiert, wie viel Zeit er täglich mit dem Handy verbringt und welche Anwendungen er häufig nutzt. Das Programm kann kostenlos unter www.menthal.org heruntergeladen werden.

Die Internetplattform http://hls-webcare.org/ ist eine Initiative der Hessischen Landesstelle für Suchtfragen. Dort können Nutzer in einem Test herausfinden, ob ihr Medienkonsum problematisch für sie ist. Außerdem können sie sich mit Gleichgesinnten austauschen und beraten lassen. Die Seite bietet Informationen für Betroffene und Angehörige.

"Jugend forscht"-Projekt zum Suchtpotenzial von Handys
Auch beim diesjährigen "Jugend forscht"-Wettbewerb gab es ein Projekt zum Suchpotenzial von Handys. Beim Landeswettbewerb in Rheinland-Pfalz wurden Carlotta Hebisch (12) und Linn Gabrielsen (12) mit dem "Sonderpreis Mobilfunk" ausgezeichnet. Die beiden Schülerinnen haben Lehrer und Mitschüler über ihre Handynutzung befragt und die Daten anhand der Suchtkriterien der Weltgesundheitsorganisation ausgewertet. In ihren Versuchen fanden sie heraus, dass sieben von 12 befragten Personen Anzeichen einer Handysucht zeigten.

Weiterführende Informationen und Tipps zum Umgang mit dem Thema Handysucht hat das IZMF unter dem Link www.schulprojekt-mobilfunk.de/content/problematischer-handygebrauch zusammengestellt.
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