Dienstag, 21. November 2017


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Pflanzenschutz-Industrie befürchtet Verlust wichtiger Wirkstoffe

Kriterien zur Regulierung endokriner Disruptoren in Brüssel beschlossen

Frankfurt am Main, (lifePR) - Die in Brüssel auf Vorschlag der Europäischen Kommission beschlossenen Kriterien für endokrine Disruptoren (hormonell schädliche Substanzen, kurz: ED) werden nach Auffassung der europäischen Pflanzenschutz-Industrie in der Praxis keine verlässliche Unterscheidung in regulierungsbedürftige und harmlose Stoffe leisten. Sie befürchtet, dass nun abermals viele bewährte Pflanzenschutz-Wirkstoffe verloren gehen.

„Die Pflanzenschutz-Industrie hat wiederholt darauf hinge­wiesen, dass die wenig spezifischen WHO-Kriterien für eine wissenschaftsbasierte Regulie­rung – die das EU-Pflanzenschutzrecht vorschreibt – untauglich sind. Dafür hätten Aspekten wie Exposition und Wirkstärke eines Stoffes berücksichtigt werden müssen. Nach den heute beschlossenen Kriterien aber wäre selbst ein alltägliches Genussmittel wie Kaffee als Pflan­zenschutz-Wirkstoff nicht genehmigungsfähig“, erklärte IVA-Hauptgeschäftsführer Dietrich Pradt: „Es ist jetzt an den Regulierungsbehörden, die verkorksten Kriterien so handhabbar zu machen, dass Landwirte ihre Ernte vor tatsächlich gefährlichen Stoffen weiter schützen können.“

Industrieverband Agrar e. V. (IVA)

Der Industrieverband Agrar e. V. (IVA) vertritt die Interessen der agrochemischen Industrie in Deutschland. Zu den Geschäftsfeldern der 54 Mitgliedsunternehmen gehören Pflanzenschutz, Pflanzenernährung, Schädlingsbekämpfung und Biostimulantien. Die vom IVA vertretene Branche steht für innovative Produkte für eine moderne und nachhaltige Landwirtschaft.

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