Unsicherheiten bremsen Konjunktur im Land

(lifePR) ( Trier, )
Die starke konjunkturelle Dynamik der ersten Jahreshälfte hat sich in Rheinland-Pfalz zum Herbst 2014 merklich verlangsamt. Das geht aus dem aktuellen Konjunkturbericht der Arbeitsgemeinschaft der rheinland-pfälzischen Industrie- und Handelskammern (IHKs) hervor, der auf den Einschätzungen von rund 1 000 Unternehmen aus Industrie, Handel und Dienstleistung aller Landesteile basiert.

Unterm Strich schätzt die rheinland-pfälzische Wirtschaft ihre momentane Situation weiterhin positiv ein, allerdings ist eine zunehmende Zurückhaltung bemerkbar. Konkret ist der Anteil der Unternehmen, die ihre Lage explizit als gut bewerten, gegenüber der vorhergehenden Umfrage von 45 auf 34 Prozent zurückgegangen. Die vorsichtigeren Geschäftserwartungen aus dem Frühjahr - geäußert insbesondere von den Investitions- und Vorleistungsgüterherstellern - haben sich somit in der Tendenz bestätigt.

Die Erwartungen der Wirtschaft hinsichtlich der Geschäftsentwicklung in den kommenden zwölf Monaten haben sich mittlerweile branchenübergreifend eingetrübt. Die anhaltende Wachstumsschwäche in der Eurozone sowie ungelösten Konflikte im Nahen Osten und der Ukraine drücken zunehmend auf die Stimmung. Dementsprechend sehen immer mehr Unternehmen einen möglichen Nachfrageeinbruch im In- und Auslandsgeschäft als Risiko.

Vor diesem Hintergrund fällt der IHK-Konjunkturklimaindikator, der Geschäftslage und Geschäftserwartungen zusammenfasst, gegenüber der Frühjahrsumfrage deutlich von 126 auf 111 Punkte und spiegelt damit eine insgesamt verlangsamte konjunkturelle Entwicklung in Rheinland-Pfalz wider.

Trotz der zunehmenden Zurückhaltung der Unternehmen warnt Peter Adrian, Präsident der IHK-Arbeitsgemeinschaft Rheinland-Pfalz und der IHK Trier, vor Schwarzmalerei: "Die rheinland-pfälzische Wirtschaft befindet sich branchenübergreifend in einer guten Verfassung. Es besteht kein Anlass, eine Krise herbeizureden." Gleichzeitig gebe es jedoch Risiken für die weitere konjunkturelle Entwicklung. Die bisher wenig wirtschaftsorientierte Politik sowohl auf Landes- als auch auf Bundesebene wirke neben dem schwierigen internationalen Umfeld beispielsweise negativ auf die Investitions- und Beschäftigungsbereitschaft der Unternehmen im Land.

Arne Rössel, Hauptgeschäftsführer der IHK-Arbeitsgemeinschaft, ergänzt: "Dass die wirtschaftliche Entwicklung jetzt an Dynamik verliert, muss für die Politik ein Weckruf sein. Der Fokus künftiger Entscheidungen muss klar auf der Wettbewerbsfähigkeit unserer Wirtschaft und auf Investitionen statt auf Umverteilung liegen." Die IHK-Konjunkturumfrage zeigt, dass 43 Prozent der Unternehmen in den wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen ein Risiko für die weitere konjunkturelle Entwicklung sehen.

Alle Ergebnisse: www.ihk-arbeitsgemeinschaft-rlp.de, Dokumenten-Nummer 1149.

Die Einschätzung für die Region Trier finden Sie unter http://cms.ihk-trier.de/p/Regionale_Konjunktur_schaltet_einen_Gang_zur%C3%BCck-7-14738.html
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