Montag, 23. April 2018


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IHK Trier appelliert an Weinbranche, stärker auf Marktmechanismen zu vertrauen

"High-Level-Group für Wein" befürwortet Systemwechsel beim Rebenanbau

Trier, (lifePR) - Die Gesprächsergebnisse in der von EU-Kommissar Cioloş eingerichteten "High-Level-Group für Wein" sind sehr stark von den Wünschen der Erzeugerseite geprägt - zu diesem Ergebnis kommt die Industrie- und Handelskammer Trier.

Zwar werden der Anbaustopp und die Pflanzrechteregelungen aufgegeben, ein neuer rechtlicher Rahmen für alle Rebanpflanzungen wird die angedachten Möglichkeiten der Weiterentwicklung und Flexibilität jedoch stark einschränken. In das neue komplizierte Regelwerk werden alle Weinkategorien einbezogen, das heißt sowohl Weine mit als auch ohne Herkunftsangaben. Für vom Erzeuger zu beantragende Neuanpflanzungen werden sowohl auf EU-Ebene als auch auf nationaler Ebene Obergrenzen vorgesehen.

"Es bleiben noch viele rechtliche und organisatorische Fragen offen", bewertet IHK-Geschäftsführer Albrecht Ehses das Brüsseler Sitzungsergebnis. Beispielsweise sei nicht geklärt, was in einer Übergangszeit mit den noch bestehenden Wiederbepflanzungsrechten geschehen solle. Zudem werde die Verantwortung auf die Mitgliedsstaaten delegiert. Dies führt nach Ansicht der IHK zu einem weiteren Problem: "Brüssel gibt uns neue Werkzeuge an die Hand und lässt damit eine Weiterentwicklung der Branche und der Betriebsstrukturen zu. Seitens des Weingewerbes befürchten wir jedoch, dass andere Mitgliedsstaaten diese neuen Instrumente schneller zu nutzen wissen, wir in Deutschland eher restriktiv handeln, bürokratisch verfahren und schließlich in alten Strukturen verharren", erklärt Ehses.

Die IHK appelliert daher an die verantwortlichen Branchenvertreter und Weinbaupolitiker, stärker auf die Marktmechanismen zu vertrauen und mögliche Spielräume freizugeben, statt die eigene Weinwirtschaft im Wettbewerb einzuschränken.

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