Erster Tag im neuen Berufsleben

Flüchtling startet Einstiegsqualifizierung in der IHK Offenbach am Main

(lifePR) ( Offenbach am Main, )
Heute (1. April 2016) hat der Flüchtling Kamal Osman Shiban bei der Industrie- und Handelskammer (IHK) Offenbach am Main eine sechsmonatige Einstiegsqualifizierung im Bereich Kaufmann für Büromanagement begonnen.

IHK-Hauptgeschäftsführer Markus Weinbrenner erklärte: „Herr Shiban hat bereits einen Integrationskurs besucht und lernt bei uns in der Einstiegsqualifizierung die Ausbildungsinhalte des ersten Lehrjahres kennen. Dazu gehören der Umgang mit der EDV, das Mitwirken bei Veranstaltungen, Verwaltungsvorgänge bearbeiten, der Postaus- und -eingang sowie das Kennenlernen der IHK-Zuständigkeiten.“ Außerdem werde der Äthiopier im Projekt „Integration von Flüchtlingen in Ausbildung und Beschäftigung“ von IHK-Referentin Jana Maria Kühnl mitwirken. Zusätzlich besuche der 21-Jährige in der Zeit einen Deutschkurs.

„Nach den sechs Monaten soll die Einstiegsqualifizierung in einen Ausbildungsvertrag bei uns münden“, so Weinbrenner. Shiban, der seit 2014 in Deutschland ist und in Dietzenbach lebt, sagte: „Ich freue mich auf die Chance, die mir bei der IHK geboten wird.“

Weinbrenner erklärte: „Wir wollen mit der Einstiegsqualifizierung zum einen mit gutem Beispiel für unsere Mitgliedsunternehmen voran gehen. Zum anderen wollen wir so auch Erfahrungen sammeln, welche Hürden es zu nehmen gilt, wenn ein Arbeitgeber Flüchtlingen die Chance auf eine Berufsausbildung geben möchte. Schließlich wollen wir mit unseren Ausbildungsberatern Flüchtlinge bei der Wahl einer Berufsausbildung unterstützen und den Kontakt zu passenden Unternehmen herstellen.“

Am 25. April 2016 um 17:00 Uhr gebe es in der IHK Offenbach am Main eine zweistündige Arbeitgeber-Informationsveranstaltung „Integration von Flüchtlingen in Ausbildung und Beschäftigung“, um über die Vorteile und eventuelle Hürden bei der Beschäftigung von Flüchtlingen hinzuweisen.

Einige Flüchtlinge, so auch Shiban, brächten schon Schul-, Studien- oder Berufsabschlüsse mit. Gerade bei Schulabschlüssen sei es sinnvoll diese anerkennen zu lassen. Für die Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse seien die jeweiligen Kammern zuständig. „Handelt es sich um Abschlüsse in IHK-Berufen, können sich Flüchtlinge oder ehrenamtliche Helfer direkt an uns wenden“, so der IHK-Hauptgeschäftsführer.

Vielen Flüchtlingen sei das deutsche Ausbildungssystem fremd. Oft sei nur die Wahl zwischen Studium oder Arbeit bekannt. „Doch viele Unternehmen suchen händeringend nach Auszubildenden. Um auch den Flüchtlingen die Vorteile einer Ausbildung zu vermitteln, sind wir gerade dabei, Informationsmaterial zu entwerfen, das auch entsprechend übersetzt werden soll. Zu unserer Ausbildungsmesse ,goOFit‘ am 3./4. Juni 2016 in der Stadthalle Offenbach laden wir ausdrücklich geflüchtete Menschen ein, die Interesse an einer Ausbildung haben und entsprechende Deutschkenntnisse mitbringen“, so Weinbrenner weiter.

Neu sei auch das IHK-Patenprogramm. „Wir haben sehr schnell festgestellt, dass es in der Regel nicht damit getan ist, einen Geflüchteten an ein Unternehmen zu vermitteln. Oft braucht es Hilfe beim Schreiben eines Lebenslaufs, eines Anschreibens, der Vorbereitung auf ein Bewerbungsgespräch oder bei Behördengängen. Einige Flüchtlinge haben schon Betreuer aus den Kommunen, die sich um so etwas kümmern, andere nicht. Für letztere haben wir das IHK-Patenprogramm ins Leben gerufen. Wer Interesse hat, ehrenamtlich Flüchtlinge auf ihrem Weg in Ausbildung und Beschäftigung zu begleiten, kann sich bei Frau Kühnl registrieren lassen“, erklärte Weinbrenner abschließend.

Weitere Informationen zu den genannten Veranstaltungen und Projekten erhalten interessierte Unternehmen bei Jana Maria Kühnl, Telefon (069) 8207-341, E-Mail kuehnl@offenbach.ihk.de, Internet www.ihkof.de/fluechtlinge.
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