Samstag, 27. Mai 2017


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Bessere Berufsorientierung an Schulen gefordert

Schüler wissen oft nicht, was sie werden wollen

(lifePR) (Offenbach am Main, ) Eine bessere Berufs- und Studienorientierung an Schulen fordert die Industrie- und Handelskammer (IHK) Offenbach am Main. Edwin E. Heinecke, Vorsitzender des IHK-Expertenrats Bildungspolitik und Fachkräfte: "Zu viele Jugendliche können keine begründete Entscheidung für den weiteren Werdegang nach der Schule treffen. Damit wird die regionale Wirtschaft massiv behindert, die dringend benötigten Fachkräfte mit beruflicher Qualifizierung selbst zu entwickeln."

Die Schulabgangsbefragung der Stadt Offenbach habe zuletzt ergeben, dass nur 15 Prozent der Haupt- und Realschüler nach der Schule eine betriebliche Berufsausbildung anstreben. Der Trend zu weiterführenden Schulen halte weiter an mit der Folge, dass die Schülerzahlen in den Vollzeitklassen der Sekundarstufe II konstant hoch seien. Die Abbruchquoten in diesen Schulformen zeigten gleichzeitig, dass längst nicht alle Schüler hier richtig aufgehoben seien. Gleichzeitig blieben jährlich über 100 Ausbildungsplätze in den Unternehmen aus Stadt und Kreis Offenbach mangels geeigneter Bewerber unbesetzt.

"Um dies zu ändern, ist es wichtig, dass den Schülern alle beruflichen Möglichkeiten bekannt sind. Die fächerübergreifende Berufsorientierung muss in allen Schulformen und für alle Abschlussarten realisiert werden. Auch an Gymnasien. Dazu ist es unabdingbar, eine Arbeitsplatzbeschreibung von Lehrern auch unter dem Aspekt der Berufs- und Studienorientierung zu erstellen. Die Zuständigkeiten müssen klar formuliert und nachgehalten werden. Erst so lässt sich verhindern, dass die Qualität von Berufs- und Studienorientierung höchst unterschiedlich ist. Darüber hinaus muss sichergestellt werden, dass in der Lehreraus- und -weiterbildung das Thema Berufs- und Studienorientierung verpflichtend verankert wird", so Heinecke.

Bislang sei es nahezu unmöglich nachzuvollziehen, zu welchen konkreten Ergebnissen die Aktivitäten an welcher Schule führten. Zwar enthielten viele Schulprogramme Aussagen zur Berufsorientierung, jedoch sei nicht erkennbar, wie diese mit welchen Resultaten umgesetzt werden. Wichtig sei deshalb die Verpflichtung jeder Schule, zum jeweiligen Schuljahresende zu veröffentlichen, wie erfolgreich gearbeitet wurde. Hierzu zählten neben den schulischen Abschlüssen auch Angaben zum Übergang in Ausbildung oder Studium sowie die Dokumentation und Evaluation der Aktivitäten zur Berufsorientierung.

Weitere Informationen unter www.ihkof.de/Berufsorientierung.

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