Samstag, 16. Dezember 2017


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Neue Beitragsstaffel

Bochum, (lifePR) - Die IHK Mittleres Ruhrgebiet versucht, den Rückgang bei ihren Beitragseinnahmen durch eine Erhöhung der Grundbeiträge teilweise zu kompensieren. Die Vollversammlung beschloss am gestrigen Dienstag eine neue Beitragsstaffel, die ab dem 1. Januar 2016 gültig ist. „Für Unternehmer ist es – wie für alle anderen Menschen auch – nie schön, wenn sie mehr bezahlen müssen. Aber die Unternehmen im mittleren Ruhrgebiet sind sich darüber klar, dass sie das Leistungsangebot ihrer IHK nur aufrechterhalten können, wenn die Grundbeiträge erhöht werden. Und das ist es ihnen auch wert – dies zeigt der Beschluss der Vollversammlung", so Jürgen Fiege, Präsident der IHK Mittleres Ruhrgebiet.

Die Fakten lesen sich so: Während die Gewerbeerträge der Unternehmen in der Bundesrepublik von 2012 bis 2014 um fast 19 Prozent und in NRW um fast 17 Prozent gestiegen sind, sanken die Erträge der Unternehmen in den Städten Bochum, Herne, Witten und Hattingen im selben Zeitraum um über zwölf Prozent. Da die Höhe der IHK-Beiträge auch von den Gewinnen der Unternehmen abhängig ist, verzeichnet die IHK im Jahr 2015 im Vergleich zum Jahr 2012 ein Einnahmeminus von 1,7 Millionen Euro. „Wir haben vier Jahre hintereinander 2008 bis 2011 unseren Umlagesatz reduziert, dies hat unsere Mitgliedsunternehmen bis heute in der Summe um 6,5 Millionen Euro entlastet. Doch inzwischen müssen wir feststellen, dass die gute Konjunktur in Deutschland in den Erträgen unserer Unternehmen nicht angekommen ist. Das veranlasst uns zu handeln", so Hauptgeschäftsführer Eric Weik.

Weik hatte nach seiner Wahl im April dieses Jahres angekündigt, dass es eine seiner wichtigsten Aufgaben sein wird, Ausgaben und Einnahmen der IHK wieder ins Lot zu bringen. Dies würde „sparen, sparen, sparen" bedeuten – aber auch ein Nachdenken über Beitrags- und Gebührenerhöhungen einschließen. Zwölf Personalstellen sind seit Ende 2014 abgebaut worden, dadurch wurde der Personalhaushalt spürbar entlastet. „Aber sparen allein kann die Schere zwischen Ausgaben und Einnahmen nicht schließen. Wir möchten kein weiteres Personal abbauen, denn wir wollen effektiv für unsere Unternehmen arbeiten – und die wollen das auch. Also geht an Einnahmeverbesserungen kein Weg vorbei", so Weik mit Nachdruck.

Konkret bedeutet der Beschluss der Vollversammlung, dass beispielsweise Kleingewerbetreibende mit einem jährlichen Gewinn von bis zu 15.340 Euro künftig pro Jahr 60 statt 50 Euro Beitrag an die IHK überweisen. Kleingewerbetreibende mit doppelt so hohem Gewinn zahlen 180 statt 150 Euro ebenso wie Handelsregister-Unternehmen mit einem Gewinn bis 30.700 Euro. Ab 30.700 Euro Gewinn pro Jahr werden künftig die Beiträge für alle Kleingewerbetreibenden und Handelsregister-Unternehmen zwischen 360 und 900 Euro gestaffelt – wer mehr Gewinn macht, zahlt auch mehr. Das System wird also gerechter.

Ebenfalls erhöht werden die Gebühren im Berufsbildungsbereich. Dabei orientiert sich die IHK an der Steigerung des Verbraucherpreisindex‘ seit der letzten Anhebung der Gebühren im Jahre 1993: plus 35 Prozent. „Wir haben 23 Jahre lang keine Gebühren erhöht – die Kosten dagegen sind kontinuierlich gestiegen", so Weik.

Für Jürgen Fiege ist auch klar, dass die künftige Struktur schlanker und das Dienstleistungsportfolio optimiert werden muss. „Die Debatte, welche Aufgaben unsere IHK im Interesse der Wirtschaft übernehmen muss, und welche nicht zwingend im bisherigen Umfang erforderlich sind, wird in den nächsten Monaten von unserem neuen Hauptgeschäftsführer intensiviert." Eric Weik schwebt dabei ein neues Zwei-Säulen-Modell vor: „Wir sind Dienstleister für unsere Unternehmen – und wir wollen das Sprachrohr der Wirtschaft sein. Auf diese Kernaufgaben werden wir uns konzentrieren. Wir müssen schlanker werden, aber an Schlagfähigkeit durch Konzentration gewinnen."

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