IHK: Wirtschaft in WM-Laune

(lifePR) ( Essen, )
"Die Wirtschaft im IHK-Bezirk mit den Städten Essen, Mülheim an der Ruhr und Oberhausen ist in weltmeisterlicher Laune." So fasste IHK-Präsident Dirk Grünewald die Ergebnisse einer aktuellen Konjunkturumfrage zusammen. Demnach beurteilen 91 Prozent der Unternehmen ihre derzeitige Lage mit gut oder befriedigend. Das sind neun Prozentpunkte mehr als noch bei der Umfrage vor genau einem Jahr. "Nach dem schwierigen letzten Jahr scheint sich eine Trendwende abzuzeichnen", freut sich Grünewald.

Ebenfalls positiv sind die konjunkturellen Erwartungen der Unternehmer: Jeder dritte Betrieb geht davon aus, dass sich die Lage noch einmal verbessern werde. Das sind rund zehn Prozentpunkte mehr als noch vor einem Jahr. Nur 11 Prozent rechnen mit einer schlechteren Wirtschaftsentwicklung in den kommenden 12 Monaten.

Ein weiteres Indiz für die guten Aussichten sind die Investitionsabsichten in den Betrieben. Zwei Drittel der Befragten geben an, dass sie im laufenden Jahr Neu- und/oder Ersatzbeschaffungen vornehmen wollen. Davon sagen satte 37 Prozent, dass die Ausgaben hierfür höher ausfallen werden als noch im letzten Jahr. Der IHK-Präsident mahnt daraufhin an, dass die Versorgung mit Kapital nun sichergestellt sein müsse. Zwar hätten bisher alle Umfragen darauf hingedeutet, dass es in der MEO-Region keine Kreditklemme gebe. Die Nagelprobe komme aber erst, wenn Kredite vermehrt nachgefragt würden. Die Politik dürfe den Unternehmen keine Steine in den Weg legen, die diese gute Entwicklung behinderten.

Auch die Aussichten auf dem Arbeitsmarkt seien optimistisch: Nachdem vor einem Jahr der Saldo der geplanten Beschäftigtenzahlen noch negativ war, tendiert er aktuell leicht positiv. So planen 15 Prozent der Unternehmen, die Beschäftigtenzahlen auszubauen, wohingegen 12 Prozent einen Abbau erwarten. Der überwiegende Anteil (73 Prozent) wird die Beschäftigtenzahl halten.

Nachdem die Ausbildungszahlen im letzten Jahr krisenbedingt zurückgegangen sind, berichten viele Unternehmen, dass sie nun händeringend nach guten Auszubildenden suchen. Viele Jugendliche wählen allerdings nach der Schule den Weg zu einem Berufskolleg. Den Betrieben fehlen damit oftmals die Bewerber. Grünewald appelliert an die Jugendlichen, sich frühzeitig und intensiv mit der Berufswahl auseinanderzusetzen. Die duale Ausbildung sei für viele der beste Weg.

Hauptgeschäftsführer Dr. Gerald Püchel stellte die Erwartungen der IHK an eine neue Landesregierung vor. Das Wichtigste wäre, dass sich eine Regierung bilde, die stabil und arbeitsfähig sei. Ob eine Minderheitsregierung dies leisten könne, sei fraglich. Darüber hinaus müsse das von Ministerpräsident Rüttgers im Vorfeld der Wahlen in Zweifel gezogene Credo "Privat vor Staat" beibehalten werden. Die wirtschaftliche Betätigung sei nicht in erster Linie Aufgabe des Staates, sondern der privaten Unternehmen.

Die Kommunen müssten dagegen jetzt handeln, um ihre Haushalte in den Griff zu bekommen. Die IHK erwartet, dass jedoch vor allem die Ausgabenstruktur korrigiert werden muss. Bisher scheine es so, dass gerade durch Steuer- und Abgabenerhöhungen in erster Linie die Einnahmeseite verbessert werde. Dr. Püchel fordert die Politik auf, die Gewerbesteuerhebesätze nicht anzufassen. Auf die in Essen und Mülheim an der Ruhr geplanten drastischen Erhöhungen müsse verzichtet werden.

Dr. Püchel begrüßte, dass in der Stadt Essen der Beschluss über ein neues Parkraumbewirtschaftungskonzept vertagt wurde. Die Stadt müsse überlegen, welches Signal für die Einkaufsstadt ausgehe, wenn die Gebühren teilweise um bis zu 240 Prozent verteuert würden.

Die Messe Essen sei ein Pfund, mit dem die Region wuchern könne. Sie sei ein wichtiger Jobmotor, von dem zahlreiche positive Effekte ausgingen. So bewertet nach einer Umfrage der IHK auch jedes zweite Unternehmen aus der MEO-Region die Messe als wichtig bis sehr wichtig für den Wirtschaftsstandort. Für Püchel ist klar: "Wer Metropole sein will, kommt an der Messe nicht vorbei."
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