Freitag, 26. Mai 2017


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Jeder zehnte Thüringer Erwerbstätige arbeitet in Teilzeit

(lifePR) (Erfurt, ) Die Teilzeitarbeit ist in Thüringen auf dem Vormarsch. Allein in den letzten zehn Jahren hat sich die Zahl der Beschäftigten mit einer Wo-chenarbeitszeit von weniger als 21 Stunden nahezu verdoppelt. Wur-den 1998 im Freistaat noch 59.400 Personen in Teilzeit registriert, wa-ren es 2008 schon 113.000.

"In Thüringen arbeitet inzwischen mehr als jeder zehnte Erwerbstätige in Teilzeit", fasst Gerald Grusser, Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer (IHK) Erfurt, zusammen. In den Branchen seien die Teil-zeitquoten jedoch sehr unterschiedlich. So wären verkürzte Arbeitszeiten eher typische Beschäftigungsformen des Dienstleistungssektors, einem Wirtschaftszweig mit hohem Frauenanteil, während sie im Produzierenden Gewerbe bislang nur eine geringe Rolle spielten.

"Teilzeitarbeit ist mittlerweile zwar weit verbreitet, dennoch bleibt es eine weibliche Domäne. Knapp 70 Prozent aller Teilzeitbeschäftigten in Thürin-gen sind Frauen", erläutert Grusser. Die Gründe dafür seien recht unter-schiedlich und nicht immer erfolge die Entscheidung für eine Verringerung der Arbeitszeit aus freien Stücken. So liege speziell in Ostdeutschland die häufigste Ursache für eine Einschränkung des Beschäftigungsumfangs immer noch im Mangel an Vollzeitarbeitsplätzen. Inzwischen spielten aber auch andere Motive eine Rolle. So hätten die Maßnahmen zur Förderung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf zunehmende Bedeutung erlangt.

"Gerade in konjunkturellen Schwächephasen ist der flexible Einsatz von Mitarbeitern für die Unternehmen von großem Vorteil", sagt der IHK-Chef. So beurteilten die Firmen die Teilzeit unter Ertragsgesichtspunkten insge-

samt besser als Vollzeitbeschäftigung. Betriebs- und Arbeitsabläufe könn-ten variabler gestaltet werden. Besonders ausgeprägt sei dies im Handel und im Gastgewerbe. Wenn der Mitarbeiterbedarf saisonal oder konjunktu-rell bedingt stark schwanke, wäre Teilzeitarbeit ein gutes Mittel darauf zu reagieren.

Den Vorteilen würden jedoch auch Nachteile gegenüber stehen. So wären Personalzusatzkosten, Verwaltungsaufwand sowie die Kosten für die Aus-stattung der Arbeitsplätze recht unterschiedlich.

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