Freitag, 24. November 2017


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Konjunktur mit gemäßigtem Aufwärtstrend

Ergebnisse der IHK-Konjunkturumfrage im Herbst 2013 zeigen merkliche Stimmungsverbesserung in allen Branchen / Geschäftserwartungen werden jedoch nach unten korrigiert

Dresden, (lifePR) - Die konjunkturelle Erholung ist seit dem Frühjahr in einen gemäßigten Aufwärtstrend übergegangen, der alle Wirtschaftsbereiche umfasst. Eine "gute" Geschäftslage vermelden aktuell 48 % der Befragten (Frühjahr 37 %). Umgekehrt berichten nur noch 8 % über "schlechte" Geschäfte (Frühjahr 16 %). Ob sich dieser Trend fortsetzt, muss jedoch hinterfragt werden, da die Auftragspolster eher dünn sind und die Kostenseite angespannt bleibt. Von einer weiteren Verbesserung ihrer Lage gegen daher auch nur 15 % aus (Frühjahr 20 %). Der Anteil des Pessimisten bleibt mit 14 % unverändert. Optimistisch stimmt hingegen das Anziehen der Investitions- und Personalpläne. 55 % planen zunehmende bzw. gleich bleibende Investitionen (Frühjahr 53 %). Neueinstellungen planen 21 % der Firmen (Frühjahr 16 %). Verunsicherungen gehen insbesondere von der Entwicklung der Energie- (46 %) und Kraftstoffpreise (44 %), der Inlandsnachfrage (41 %) und der Arbeitskosten (39 %) aus, so das Fazit der Konjunkturumfrage der IHK Dresden im Herbst 2013, an der sich 620 Firmen aller Wirtschaftsbereichen mit rund 25.000 Beschäftigten beteiligten.

Branchenbewertung

Die Stimmung in der Industrie hat sich wieder merklich verbessert. 52 % berichten über eine "gute" Geschäftslage (Frühjahr: 35 %). 17 % verzeichneten damals eine "schlechte" Lage, jetzt sind es nur 6 %. Obwohl die Investitionstätigkeit noch zögerlich ist, Ersatzbeschaffungen aber in zahlreichen Unternehmen notwendig werden, gehen insbesondere vom Binnenmarkt Impulse aus. Dagegen ist die Nachfrage aus dem Euroraum - wie auch weltweit - noch verhalten. Die Prognosen geben etwas nach. Die künftige Auftragsentwicklung zeigt zwar leicht nach oben, ihr fehlt es aber noch an Breite und Kraft.

Nachholeffekte infolge des langen Winters und steigende Auftragseingänge aus dem Wohnungsbau, dem Öffentlichen und Straßenbau - einschließlich der Flutschadenbeseitigung - ließen die Stimmungskurve der Baubetriebe kräftig steigen. 62 % berichten über eine "gute" Geschäftslage (Frühjahr: 42 %). Der Anteil der Firmen mit "schlechter" Situation liegt derzeit bei 8 % (Frühjahr: 18 %). Dass die Prognosen für die künftige Geschäftsentwicklung nachgeben, hat sowohl saisonale Gründe, andererseits dürfte die kräftige Baunachfrage zum Jahresende abflachen. Beeinträchtigt wird die Geschäftstätigkeit zudem durch die Entwicklung der Kraftstoffpreise, der Arbeitskosten und den Fachkräftemangel. Chancen werden in der anhaltend hohen Nachfrage nach Bauleistungen in nahezu allen Bausparten gesehen.

Die Stimmung in der Dienstleistungswirtschaft hat sich in den letzten Monaten auf Grund von Auftrags- und Umsatzzuwächsen wieder verbessert. 52 % berichten über eine "gute" wirtschaftliche Situation (Frühjahr: 47 %) und 8 % über eine "schlechte" (Frühjahr: 11 %). Dabei erhöhte sich die Nachfrage aus den produzierenden Bereichen ebenso wie aus den verbraucherorientierten. Die Geschäftsaussichten bleiben vor dem Hintergrund der noch unsicheren Auftragsentwicklung in Industrie und Bauwirtschaft verhalten. An erster Stelle der geschäftlichen Risiken steht daher unverändert die Nachfrage nach Inlandsaufträgen, aber auch der Fachkräftemangel beeinträchtigt eine Reihe von Branchen. Als Chancen werden unter anderem verstärkte Beratungs- bzw. Planungsleistungen im Zuge der Energiewende und in Folge des demographischen Wandels gesehen.

Das Geschäftsklima im Handel hat sich zuletzt wieder aufgehellt. Während der Großhandel von der zunehmenden Belebung der Industrie und der Bauwirtschaft profitierte, brachten Einkommenszuwächse und die stabile Lage am Arbeitsmarkt dem Einzelhandel anhaltenden Absatz. 33 % berichten über eine "gute" Geschäftslage (Frühjahr: 30 %), 10 % über eine "schlechte" (Frühjahr: 21 %). Die Großhändler sehen dabei ihre Lage etwas günstiger als der Einzelhandel. Die Prognosen werden zuversichtlicher. Dabei sind Großhandelsbetriebe mit Blick auf die Entwicklung sowohl in den produzierenden als auch in den verbraucherorientierten Branchen etwas optimistischer. Im Einzelhandel dürfte die Nachfrage anhalten - auch mit Blick auf das Herbst- und Weihnachtsgeschäft. Dem positiven Trend am Arbeitsmarkt steht als Risikofaktor die Entwicklung der Energie- und Kraftstoffpreise gegenüber, die die Konsumfreude dämpft. Nicht unproblematisch werden der stark zunehmende Internethandel und die Bevölkerungsentwicklung gesehen.

Die Lagebeurteilung des Verkehrsgewerbes ist im Jahresverlauf wieder freundlicher geworden. So kann sich ein Teil der Speditionen auf die wachsende Nachfrage aus der Industrie oder dem Handel stützen, andere Transportunternehmen profitieren von der guten Baukonjunktur. Derzeit beurteilen 38 % ihre Geschäftslage mit "gut" (Frühjahr: 30 %). Umgekehrt geben 8 % aktuell ein Negativurteil ab (Frühjahr: 17 %). Auftrags- und Umsatzentwicklung konnten zwar insgesamt zulegen, dennoch drücken die hohen Kosten stark die Erträge. Die Geschäftserwartungen geben aus saisonalen Gründen etwas nach. Risikofaktor Nummer 1 bleiben mit weitem Vorsprung die Kraftstoffpreise, gefolgt von den Arbeitskosten. Für Verunsicherung sorgt weiter die künftige Mauteinstufung. Chancen werden in der Gewinnung neuer Geschäftspartner und Kunden, in der Spezialisierung und dem Ausbau von Serviceleistungen gesehen.

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