Samstag, 23. Juni 2018


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Gefragte Märkte sächsischer Unternehmen: Österreich, Schweiz und Russland

Ergebnisse der Außenwirtschaftsumfrage der Sächsischen Wirtschaftskammern

Dresden, (lifePR) - Österreich ist der Exportmarkt der Zukunft, so jedenfalls schätzt es fast jedes vierte sächsische Unternehmen ein, das sich an der Außenwirtschaftsumfrage der sächsischen IHKs und Handwerkskammern im Frühjahr 2013 beteiligt hat. Zu den Top 5 der Zielländer der sächsischen Betriebe gehören außerdem die Schweiz, Russland, Polen und China.

Die mittelständischen Industrie- und Handelsunternehmen sehen zunehmend ihre Märkte auch außerhalb Europas. Neben Russland und China spielen die Vereinigten Staaten eine wichtige Rolle in den marktstrategischen Überlegungen. Für die Handwerksunternehmen stehen dagegen eher die Nachbarländer im Fokus.

Trotz wachsender Wirtschaftskraft ist das Schwellenland Indien für die Unternehmen weniger interessant als noch vor zwei Jahren, im Vergleich zur Umfrage 2011 ist Indien von Platz 8 auf Platz 12 der avisierten Auslandsmärkte gerutscht. Kaum eine Rolle in den außenwirtschaftlichen Strategien der befragten Unternehmen spielen die Märkte auf den Kontinenten Afrika und Südamerika sowie in der Golfregion. Zu stark überwiegt offenbar die Wahrnehmung politischer und wirtschaftlicher Risiken gegenüber den durchaus vorhandenen Geschäftspotenzialen.

Ausländische Märkte werden von den mittelständischen sächsischen Unternehmen überwiegend als Absatzmärkte für ihre Produkte und Dienstleistungen gesehen. Lediglich China ist auch als Bezugsmarkt von signifikanter Bedeutung.

Mehr als zwei Drittel der befragten Unternehmen gaben an, die gesteckten Ziele ihres bisherigen Auslandsengagements - Absatzsteigerung und Erschließung neuer Märkte - erreicht zu haben. In drei Viertel der Betriebe wurden dadurch bestehende Arbeitsplätze gesichert oder neue geschaffen.

Rund vier Prozent der sächsischen Unternehmen gründeten bisher eine Niederlassung oder haben ein Vertriebsbüro im Ausland. Für künftig notwendig erachten es aber mehr Betriebe, insbesondere für Aktivitäten in Polen (14 %), Russland (13 %), China (12 %) und in den USA (10 %).

Das Fehlen von verlässlichen Geschäftspartnern ist für drei Viertel der befragten Unternehmen das größte Hindernis bei der Anbahnung eines erfolgreichen Auslandsgeschäftes. Sprachliche Barrieren, kulturelle Unterschiede, Bürokratie und Probleme mit dem Zoll- und Exportkontrollrecht werden als weitere Hindernisse gesehen. Dagegen sind nur für wenige der befragten Unternehmen technischen Standards oder notwendige Anpassungen von Produkten und Dienstleistungen Hürden für den Einstieg in das Auslandsgeschäft.

Zur Minimierung des unternehmerischen Risikos und zur Überwindung der Markteintrittshemmnisse wird das Unterstützungsangebot der Kammern von den Unternehmen gern in Anspruch genommen. Fast die Hälfte der befragten Betriebe nimmt an außenwirtschaftlichen Fachveranstaltungen teil. Jedes dritte Unternehmen lässt sich individuell von den Fachleuten in den IHKs und den Handwerkskammern beraten.

An der Umfrage haben sich 461 IHK-Unternehmen mit 27.030 Beschäftigten beteiligt, die außenwirtschaftlich bereits aktiv sind.

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