Samstag, 18. November 2017


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Frühjahrskonjunktur gibt Wirtschaft wieder Auftrieb

Ergebnisse der IHK-Konjunkturumfrage im Frühjahr 2012 zeigen leicht eingetrübte Stimmung und anziehende Geschäftserwartungen in allen Wirtschaftsbereichen

Dresden, (lifePR) - Der konjunkturelle Aufwärtstrend der Wirtschaft im IHK-Bezirk Dresden, der zur Jahres-wende seinen vorläufigen Zenit erreicht hatte, setzte sich in den ersten Monaten 2012 in gemäßigter Form fort. Obwohl in allen Wirtschaftsbereichen die Geschäftslage aufgrund von Auftrags- und Umsatzrückgängen, saisonalen Einflüssen oder gewachsenen Geschäftsrisiken nachgab, ist die Stimmungseintrübung noch kein Zeichen dafür, dass der konjunkturelle Wachstumspfad verlassen wird. Neun von zehn Unternehmen verzeichneten nach wie vor eine gute bzw. befriedigende wirtschaftliche Situation. Zudem ziehen die Prognosen der Geschäftserwartungen in allen Wirtschaftsbereichen an. Inwieweit sich dieser Optimismus in einer stabilen und kräftigen Wirtschaftsentwicklung in den kommenden Monaten niederschlagen wird, dürfte maßgeblich von der Bewältigung der meist genannten Geschäftsrisiken abhängen. Vor allem die Energie- und Kraftstoffpreise sowie die Arbeitskosten haben als Risikofaktoren im Vergleich zum Vorjahr deutlich zugelegt, so das Fazit der Konjunkturumfrage der IHK Dresden im Frühjahr 2012, an der sich 610 Unternehmen mit über 30.000 Beschäftigten aus Industrie, Bau, Groß- und Einzelhandel sowie aus dem Verkehrs- und Dienstleistungsgewerbe beteiligten.

Branchenbewertung

Industrie - Prognosen wieder optimistischer
Obwohl jedes zweite Unternehmen über eine gute und lediglich 8 % über eine schlechte Geschäftslage berichtet, hat die Stimmung erneut nachgegeben. In den Unternehmen ab 50 Beschäftigten stieg im 1. Quartal der Gesamtumsatz um 11 % im Vergleich zum 1. Quartal 2011 - dort war er noch um 16 % gegenüber dem 1. Quartal 2010 gewachsen. Sowohl im Inland als auch im Ausland macht sich diese Abschwächung bemerkbar, von der am wenigsten die Ernährungswirtschaft, die Metallerzeugung und -bearbeitung, die Elektronische Industrie, der Maschinenbau und der Fahrzeugbau betroffen sind. Die Prognosen sind wieder optimistischer: neun von zehn Betrieben rechnen mit besseren oder gleich bleibenden Geschäften. Die Investitionen ziehen spürbar an, vor allem Ersatzbeschaffungen und Kapazitätserweiterungen stehen auf der Agenda. Allerdings steht die Entwicklung der Rohstoffpreise für 62 % der Firmen als Risikofaktor an der Spitze, gefolgt von den Energiepreisen mit 55 % und den Kraftstoffpreisen mit 48 %. Die genannten Chancen der künftigen Entwicklung zeigen, dass ein Teil der Firmen auf das weitere Anziehen der Auslandsnachfrage und die Neuentwicklung von Produkten und Leistungen setzt.

Bau - Frühjahrskonjunktur lässt Aufträge erwarten
Die Stimmung der Bauwirtschaft ist nach wie vor gut. Derzeit berichten 57 % über eine gute Geschäftslage und nur 4 % über eine schlechte. Saisonal bedingt sind in den ersten Monaten des Jahres die Aufträge und Umsätze zurückgegangen. Die Prognosen der Baubetriebe versprechen eine zuversichtliche Geschäftsentwicklung, die insbesondere aus der Zunahme von Aufträgen resultiert und Umsatzzuwächse erwarten lässt. Das Investitionsniveau bleibt hoch, investiert wird wiederum vorrangig in Ersatzbeschaffungen. Personal wird in geringem Umfang nachgefragt, orientiert wird vor allem auf Fachkräfte. Als Risikofaktoren werden von den Firmen die Entwicklung der Energie- und Kraftstoffpreise, der Rohstoffpreise und der Arbeitskosten ausgemacht. Chancen sehen die Betriebe in anhaltenden Investitionen von Wirtschaft, Verbrauchern und Öffentlicher Hand.

Dienstleistungsgewerbe weiter auf Wachstumskurs
Obwohl das Stimmungsbarometer etwas fällt, berichten noch 58 % über eine gute Geschäftslage. Die Unternehmen insbesondere der Bereiche Unternehmensservice, Immobilienwirtschaft, Finanzdienstleistungen aber auch der Qualifizierung und Persönlichen Dienstleistungen profitieren von den Aufträgen aus der Wirtschaft und der Nachfrage der Verbraucher. Gleichwohl lassen sich die Spitzenwerte der Auftrags-und Umsatzentwicklung nicht mehr halten, sie geben wieder nach. Die Geschäftsaussichten bleiben weiter freundlich. Das Investitionsengagement der Dienstleister zieht spürbar an. Im Mittelpunkt stehen Ersatzbeschaffungen. Die Nachfrage nach Arbeitskräften hält an, der Fachkräftemangel wird als ein wichtiger Risikofaktor gesehen. An erster Stelle der Geschäftsrisiken steht unverändert die Binnennachfrage. Als Chancen werden deshalb unter anderem die Ausrichtung auf neue Produkte und Dienstleistungen im Zuge der demografischen Entwicklung oder der Energiewende gesehen.

Handel erwartet bessere Aussichten
Das Geschäftsklima im Handel bleibt zwar freundlich, gibt aber derzeit etwas nach. Das ist in erster Linie der Entwicklung im Großhandel geschuldet. Die Branche konnte nicht mehr so kräftig von der Entwicklung der Industrie und der Bauwirtschaft profitieren. Im Einzelhandel ist die Stimmung weiter gut bis befriedigend. Allerdings steht dem anhaltend positiven Trend am Arbeitsmarkt nun die Entwicklung der Energiepreise - insbesondere aber der Kraftstoffpreise - gegenüber, die die Konsumfreude trüben dürfte. Nicht unproblematisch werden auch die Ausweitung der Verkaufsflächen sowie die Bevölkerungsentwicklung gesehen. Der Großhandel rechnet weiterhin mit der Zunahme von Bestellungen und steigendem Absatz. Bei den Investitionen stehen zuerst Ersatzbeschaffungen an. Steigende Rohstoff-, Energie- und Kraftstoffpreise werden sich künftig auf die Erträge und das Preisniveau im Großhandel niederschlagen.

Verkehrsgewerbe - Lage gibt nach, Prognosen wieder freundlicher
Die Lage im Verkehrsgewerbe ist zwar insgesamt noch positiv, hat sich aber erneut eingetrübt. Insgesamt wird die Entwicklung von Unternehmen geprägt, die von der Auftragsentwicklung im Baugewerbe, der steigenden Nachfrage nach Industriegütern im In- und Ausland sowie der erhöhten Nachfrage im Handel profitieren konnten. Allerdings trüben die hohen Kraftstoffpreise die Stimmung. Für 94 % sind sie deshalb das Konjunkturrisiko Nr. 1. Zunehmende Aufträge und damit verbundene Umsatzgewinne stimmen dagegen zuversichtlich. Dennoch bereiten auch die Entwicklung der Arbeitskosten und der Fachkräftemangel Sorgen. Zudem rechnen die Firmen mit weiteren finanziellen Belastungen bei der Ausweitung der Maut auf bestimmte Bundesstraßen. Chancen werden in der Gewinnung neuer Geschäftspartner und Kunden, dem Ausbau von Serviceleistungen sowie in der Spezialisierung gesehen.

Industrie- und Handelskammer Dresden

Die Industrie- und Handelskammer (IHK) ist mit 97.000 Mitgliedern aus den Branchen Industrie, Handel, Dienstleistungen, Verkehr, Bau, Hotellerie und Gastronomie der größte Interessenvertreter der regionalen Wirtschaft im Direktionsbezirk Dresden. Bei einer jährlichen Wirtschaftsleistung von mehr als 20 Milliarden Euro verantworten die IHK-Unternehmen rund 350.000 Arbeits- und über 17.500 Ausbildungsplätze. Neben der Hauptgeschäftsstelle in Dresden ist die IHK in Bautzen, Kamenz, Görlitz, Zittau und Riesa vertreten. Seit 1991 ist sie neben 80 IHKs deutschlandweit Mitglied des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) in Berlin.

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