Kriminalitätsbarometer 2009: Rückgang der Wirtschaftskriminalität in Berlin-Brandenburg

(lifePR) ( Cottbus, )
Erfreuliche Nachricht: die Wirtschaftskriminalität in der Region geht offenbar zurück. Zu diesem Ergebnis kommt das Kriminalitätsbarometer Berlin-Brandenburg 2009, das heute auf einer Pressekonferenz in Berlin vorgestellt wurde. Allerdings gehen die Experten von einer hohen Dunkelziffer aus.

"Eine zentrale Aussage der Studie ist, dass die Region Berlin-Brandenburg in Sachen Wirtschaftskriminalität sicherer geworden ist", sagte Dr. Knuth Thiel, Geschäftsführer des Arbeitskreises für Unternehmenssicherheit Berlin-Brandenburg (AKUS). Das sei ein großer Erfolg für die Region. Denn die Globalisierung und weitere Grenzöffnungen machten es Kriminellen leichter, auch die Wirtschaft ins Visier zu nehmen.

Beim Anzeigeverhalten wurden erhebliche deliktspezifische Unterschiede festgestellt. Während Delikte der allgemeinen Kriminalität wie Einbruchdiebstähle zu fast 90 Prozent angezeigt wurden, gelangten Delikte der Wirtschaftskriminalität nur bis zu 30 Prozent der Polizei zur Kenntnis. Im Bezirk der IHK Cottbus ist wie schon in der Untersuchung von 2007 die Anzeigebereitschaft insgesamt mit knapp 65 Prozent am größten, während sie in Potsdam und Berlin unter 50 Prozent sank. Eine weitere Erkenntnis ist, dass etwas 85 Prozent aller Täter unternehmensfremde Personen waren.

Auf konstant hohem Niveau blieben sogenannte Hackerangriffe. Sie machten 11,3 Prozent der Delikte aus. Im Gegensatz zu den anderen Kammerbezirken hatten die Unternehmen der IHK Ostbrandenburg und der IHK Berlin mit einer wachsenden Zahl elektronischer Angriffe zu kämpfen.

Das Kriminalitätsbarometer Berlin-Brandenburg ist nach 2005 und 2007 nunmehr zum dritten Mal erstellt worden. Dabei handelt es sich um ein gemeinsames Projekt der Industrie- und Handelskammern in Berlin und Brandenburg.
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