Sonntag, 21. Januar 2018


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IHK-Konjunkturumfrage Südwestsachsen Frühjahr 2012: Überwiegender Optimismus verbessert Stimmung

Chemnitz, (lifePR) - Das Stimmungshoch in der südwestsächsischen Wirtschaft setzt sich auch im Frühjahr 2012 fort. Der Geschäftsklimaindex hat sich gegenüber der Vorumfrage sogar leicht auf 116 Punkte erhöht. Dies ist auf eine optimistischere Beurteilung der Geschäftsaussichten zurückzuführen. Im Gegensatz dazu, sind die Unternehmen im Kammerbezirk Chemnitz mit ihrer aktuellen Geschäftslage etwas weniger zufrieden. Zu diesem Fazit gelangt die aktuelle Konjunkturumfrage der IHK Chemnitz, an der sich 714 Unternehmen mit knapp 30.000 Mitarbeitern aus den Branchen Industrie, Dienstleistungen, Handel und Güterverkehrsgewerbe beteiligten.

Trotz nach wie vor wachsender Umsätze machen sich die anhaltend hohen Energie- und Kraftstoffpreise in der Ertragssituation der Unternehmen deutlich bemerkbar. Folglich fallen die Lagebeurteilungen etwas verhaltener aus. Dennoch ist das Stimmungsbild der Wirtschaft in Südwestsachsen nach dem Allzeitlagehoch zum Jahresbeginn 2012 weiterhin außergewöhnlich gut. Insgesamt bewerten 43 Prozent die Geschäftslage mit "gut", lediglich 12 Prozent geben schlechte Urteile ab. Mit Ausnahme des Güterverkehrsgewerbes dominieren in allen Wirtschaftszweigen positive Lageeinschätzungen. Für die Industrie, den Bau und die Dienstleister laufen die Geschäfte am positivsten.

Im Vergleich zur letzten Umfrage werden die Geschäftsprognosen für die kommenden 12 Monate zuversichtlicher beurteilt. Die Besorgnis der Unternehmen ist dementsprechend leicht zurückgegangen. 84 Prozent der befragten Unternehmen rechnen mit einer besseren oder gleichen Geschäftslage, nur 16 Prozent mit einer Verschlechterung. Der Ausblick fällt bei den Großhändlern sowie den Bau- und Dienstleistungsunternehmen am optimistischsten aus. Die Industrieunternehmen zeigen sich ebenfalls zuversichtlich und bleiben damit auch weiterhin ein wichtiger konjunktureller Impulsgeber.

Die konjunkturellen Unsicherheiten sind jedoch immer noch latent. Die Energie- und Kraftstoffpreise stellen mit Abstand die größten Geschäftsrisiken dar. Dem folgt die Sorge um die Binnennachfrage. Die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen legten in der Risikobeurteilung wieder deutlich zu und rangieren aktuell auf Platz 3 - noch vor den Rohstoffpreisen. Das ist ein Zeichen dafür, dass das Vertrauen in eine zuverlässige und stabile Wirtschaftsplitik weiter nachgelassen hat. Dabei benötigen Unternehmer vor allem Stabilität und Planungssicherheit, um Wachstumschancen durch langfristige Investitionen in Sach- und Humankapital zu nutzen. Die Arbeitskosten nehmen ebenfalls als Geschäftsrisiko vor dem Hintergrund arbeitnehmerfreundlicher Tarifabschlüsse zu. Knapp 38 Prozent der Umsätze in Südwestsachsens Verarbeitenden Gewerbe werden im Ausland erzielt.1 Nach einem zweistelligen Wachstum der Auslandsumsätze im Jahr 2011, waren die Exporte zuletzt rückläuig. Folglich gewinnt die Auslandsnachfrage im Risikoradar der südwestsächsischen Wirtschaft deutlich an Bedeutung.

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