Freitag, 17. August 2018


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Betriebliche Flexibilität nicht einschränken

Chemnitz, (lifePR) - Das Weltwirtschaftsforum attestiert Deutschland im jüngsten internationalen Wettbewerbsfähigkeitsranking einen unflexiblen Arbeitsmarkt. "Die mangelnde Flexibilität in der Lohnpolitik und die hohen Kosten für den Arbeitsplatzabbau behindern die Schaffung neuer Jobs, besonders während konjunktureller Abschwungphasen", heißt es in dem Bericht. Allerdings stehen kurz vor der Bundestagswahl vor allem die Zeitarbeit, Befristung, Teilzeit- oder Minijobs in der Kritik. Aber gerade diese Instrumente sichern den Unternehmen vielfach die nötige Flexibilität, schnell auf Marktentwicklungen zu reagieren. Zudem bieten sie gerade für Geringqualifizierte und Langzeitarbeitslose einen Einstieg in Arbeit und erhöhen so die Einstellungsbereitschaft der Unternehmen.

Für die betriebliche Flexibilität und die Einstellungsbereitschaft werden von mehr als jeden vierten Unternehmen in Südwestsachsen besonders die Möglichkeit zur befristeten Beschäftigung und die Teilzeitbeschäftigung als bedeutende Instrumente geschätzt. In der Industrie gaben sogar 43 Prozent der befragten Unternehmen an, dass die Befristungsmöglichkeit eine sehr hohe oder hohe Bedeutung für die Einstellungsbereitschaft hat. Für fast jedes dritte Industrieunternehmen stellt die Befristung zudem ein wichtiges Instrument zur Erhöhung der unternehmerischen Flexibilität dar, für jedes Vierte die Zeitarbeit. "Bei abnehmender Planungssicherheit sind die Unternehmen zunehmend auf flexible Instrumente wie Zeitarbeit oder Befristungen angewiesen", so der Hauptgeschäftsführer der IHK Chemnitz Hans-Joachim Wunderlich. "Die Generalkritik an Werkverträgen ist besonders absurd, spezielle Leistungen und Gewerke müssen von Experten, die nicht jedes Unternehmen vorhalten kann, erbracht werden", erklärt Wunderlich weiter. Bei einem zunehmenden Engpass an qualifizierten Mitarbeitern und der steigenden Anforderungen an die Unternehmen im Wettbewerb werden spezialisierte Dienstleister immer wichtiger.

Auch das Thema Mindestlöhne steht mittlerweile bei allen Parteien auf der Agenda. Die IHK hat sich zu diesen Themen klar positioniert. Einem Mindestlohn muss eine Mindestleistung gegenüberstehen, damit sich der Arbeitsplatz langfristig rechnet. Das Experiment Mindestlohn mindert gerade für Geringqualifizierte, Langzeitarbeitslose und Berufseinsteiger die Beschäftigungschancen. "Fakt ist, dass höheren Einkommen durch planwirtschaftliche Mindestlöhne auch Arbeitsplatzverluste gegenüberstehen", betont Wunderlich.

IHK-Ansprechpartner im Fachbereich: Martin Witschaß, Tel. 0371 6900-1250.

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