Sonntag, 26. Februar 2017


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Kinderbetreuungsangebote müssen weiter verbessert werden

(lifePR) (Kiel, ) Kinderbetreuung ein Thema der Wirtschaft? Diese Frage kann heute nur mit einem eindeutigen Ja beantwortet werden. "Wir können es uns im Hinblick auf den demografischen Wandel und den wachsenden Fachkräftemangel schlichtweg nicht leisten, dass qualifizierte Frauen und Männer fehlen, weil sie keine geeignete Betreuungseinrichtung für ihre Kinder finden", sagte Peter Michael Stein, Hauptgeschäftsführer der IHK Flensburg bei der heutigen (12. September) Prämierung des KiTa-Checks 2008. "Bei der Frauenerwerbsquote hinken wir anderen Ländern deutlich hinterher, dabei haben Frauen überdurchschnittlich gute Schulabschlüsse." Es sei volkswirtschaftlicher Irrsinn, zunächst viel Geld in eine qualitativ hochwertige Ausbildung weiblicher Nachwuchskräfte zu investieren, um diese aus dem Erwerbsleben ziehen zu lassen. "Eine OECD-Studie aus dem Jahr 2007 hat deutlich gezeigt: Das hat viel mit unzureichenden Betreuungsangeboten zu tun, deshalb sehen wir hier Nachholbedarf", so Stein.

Die IHKs haben daher im Sommer bundesweit eine Umfrage unter den Kindertagesstätten gestartet und damit an eine ähnliche Befragung vom Jahr 2005 angeknüpft. Abgefragt wurden die Rahmendaten, wie Öffnungszeiten, Ferienbetreuung oder auch die Aufnahme von Krippenkindern. Das Ziel war, die Dinge zu erfragen, die entscheiden, ob Arbeitsleben und Kinderbetreuung tatsächlich parallel zueinander verlaufen können.

Für den IHK-Bezirk Flensburg zeigte die Auswertung der Fragebögen, dass erfreulich viele KiTas schon am frühen Morgen ein Betreuungsangebot bereitstellen. So haben knapp zwei Drittel der Befragten bereits vor 7.30 Uhr geöffnet. Ebenfalls positiv ist, dass mehr als die Hälfte der Kindertagesstätten eine Betreuung in Ausnahmefällen anbieten und so den Eltern in Notsituationen zur Seite stehen. Immerhin 15 Prozent der befragten KiTas haben die gesamte Ferienzeit geöffnet und mehr als ein Drittel während ihrer Schließzeiten eine Alternativbetreuung anbieten. Gleichzeitig heißt das aber auch, dass noch rund die Hälfte aller Ki-Tas ihre Einrichtungen schließen, ohne den Eltern eine Betreuungsmöglichkeit zu bieten.

Erschreckend ist dagegen die Tatsache, dass keine befragte Einrichtung Kinder am Samstag betreut und nur zwei Prozent der Kindertagesstätten nach 18 Uhr geöffnet haben. Hier besteht absoluter Nachholbedarf. "Wenn Familie und Beruf unter einen Hut gebracht werden sollen, dürfen Öffnungszeiten bis 19 Uhr keine Seltenheit bleiben. KiTas müssen in diesem Bereich mit dem finanziellen Rückhalt in der Kommune nach Lösungsansätzen suchen", forderte Peter Michael Stein, Hauptgeschäftsführer der IHK Flensburg.

Die heute Prämierten zeigen, dass flexible und den Bedürfnissen berufstätiger Eltern angepasste Betreuungsangebote möglich sind. Aus der großen Zahl an teilnehmenden KiTas wählte aus Susanne Hülsmann von der NOSPA; Birgit Lunde vom Lokalen Bündnis für Familie Flensburg und Hans Georg Carstens, Ehrenpräsident der IHK Flensburg, bestehende Jury die Besten aus. Jeweils mit 600 Euro prämiert wurden:

Städtische Kindertagesstätte "Am Sophienhof", Flensburg Ev. Kindertagesstätte der DIAKO - Kapernaum, Flensburg Ev.-Luth. Kindertagesstätte Rödemis "Abenteuerland", Husum Die Geldpreise wurden von der NOSPA und gesponsert, außerdem wurden unter allen anwesenden Kindertagesstätten Sachpreise der Stadtwerke Flensburg und der Nospa verlost.

"Wir hoffen, durch die Veranstaltung für Kommunen, Betreuungsangebote und auch Unternehmen die Bedeutung des Themas zu unterstreichen und so die entsprechende Weiterent-wicklung zu forcieren. Flexible Unternehmen brauchen flexible KiTas", erklärte Stein abschließend.

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