Freitag, 24. November 2017


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Transfergesellschaft bei P+S-Werften in Stralsund und Wolgast hat sich bewährt

Arbeitsministerin Schwesig besucht Volkswerft

Stralsund, (lifePR) - Der Aufbau der Transfergesellschaft war die richtige Entscheidung für die ehemaligen Beschäftigten der P+S-Werften in Stralsund und Wolgast. Dies war das einhellige Fazit eines Besuchs der Arbeitsministerin von Mecklenburg Vorpommern, Manuela Schwesig, heute auf der Volkswerft Stralsund.

In die vor rund neun Monaten aufgrund der Insolvenz der P+S-Werften eingerichtete Transfergesellschaft sind nach und nach bereits 1.682 Mitarbeiter/innen übergewechselt. Die Transfergesellschaft war auf der Basis von Verhandlungen zwischen Betriebsrat, Insolvenzverwalter und IG Metall vereinbart und mit Hilfe massiver finanzieller Unterstützung aus Landesmitteln in Höhe von 14,5 Millionen Euro eingerichtet worden.

"Wir wollen diese hochqualifizierten Beschäftigten in Mecklenburg Vorpommern halten und wir wollen, dass sie hier auch eine Zukunftsperspektive haben", begründet Arbeitsministerin Manuela Schwesig das Engagement der Landesregierung.

"Nicht nur für die einzelnen Beschäftigten, sondern auch aus regionalen und strukturpolitischen Gesichtspunkten sind Transfergesellschaften eine sinnvolle Investition", meint Heino Bade von der IG Metall Küste. "Die Beschäftigten werden zielgerichtet auf die Anforderungen des Arbeitsmarktes vorbereitet und qualifiziert. Ein möglicher Investor kann so unmittelbar auf das Know-how der Beschäftigten zugreifen."

"Wir danken der Landesregierung - sowohl Arbeits- als auch Wirtschaftsministerium - für die Einrichtung der Transfergesellschaft und das Engagement für die Auszubildenden, die ihre Ausbildung fortsetzen können. Die Kolleginnen und Kollegen wurden nicht allein gelassen. Ihnen blieb die sofortige Arbeitslosigkeit erspart", sagte Jürgen Kräplin, Vorsitzender des Mitbestimmungsbeirates. "Wir setzen auf die weitere Unterstützung der Landesregierung - sowohl bei der Suche nach einem neuen Investor als auch bei dem dann möglichen Fortgang des Schiffbaus."

"Das professionelle Unterstützungsangebot ist umfangreich und vielfältig", führt Geschäftsführer Oliver Fieber zur Arbeit dieser Transfergesellschaft aus. "Es reicht von zielgruppenspezifischen Bewerbungstrainings, Coachingmaßnahmen und Job-Börsen bis hin zu passgenauer Qualifizierung und Mobilitätshilfen. Weit über 100.000 Stunden an Maßnahmen der Vermittlungsunterstützung und der beruflichen Qualifizierung sind im bisherigen Projektverlauf bereits umgesetzt worden."

Aktuell befindet sich mehr als die Hälfte der ehemaligen Werftmitarbeiter/innen in einem neuen Beschäftigungsverhältnis bzw. in der Selbstständigkeit. Allerdings ist das bei der Mehrzahl von ihnen derzeit noch ein befristetes Zweitarbeitsverhältnis, wie bei den rund 445 Beschäftigten der Stralsunder Schiffbaugesellschaft (SSG). Die Mitarbeiter/innen sind hochkompetent, so dass Fieber in den nächsten Wochen mit weiteren Vermittlungserfolgen rechnet. Vor dem Hintergrund werden die Maßnahmen der Vermittlungsunterstützung kurzfristig weiter intensiviert.

Die Laufzeit der Transfergesellschaft endet zum 31.10.2013.

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