Freitag, 19. Januar 2018


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Tarifverträge bei Hüttemann in Wismar: Mehr Geld und mehr Urlaub für 170 Beschäftigte

Vorbildcharakter für Holzindustrie in Mecklenburg-Vorpommern

Wismar, (lifePR) - Wieder Tarifverträge in der Holzindustrie in Mecklenburg-Vorpommern: Für die 170 Beschäftigten des Holzproduzenten Hüttemann in Wismar gelten ab dem 1. August 2013 Tarifverträge, die Ausbildungsvergütungen, Löhne und Gehälter in einem ersten Schritt zwischen drei und zehn Prozent steigen lassen. Für die folgenden beiden Jahre haben IG Metall Küste und Geschäftsführung weitere Erhöhungen in der gleichen Größenordnung vereinbart. Außerdem wird erstmals Weihnachtsgeld eingeführt. Die Zahl der Urlaubstage steigt von bisher 26 auf künftig 30.

"Der Tarifabschluss bedeutet für die Beschäftigten nicht nur mehr Geld, sondern auch mehr Sicherheit: Sie haben künftig tarifvertraglich gesicherte Rechte", sagte Friedhelm Ahrens, Tarifsekretär der IG Metall Küste, bei dem Pressegespräch in Anwesenheit von Ministerpräsident Erwin Sellering und Wismars Bürgermeister Thomas Beyer. "Der Tarifvertrag bei Hüttemann sollte Vorbildcharakter für andere Betriebe der Holzindustrie haben, die in Mecklenburg-Vorpommern bis auf Hüttemann ohne Tarifbindung sind."

Die geschäftsführenden Gesellschafter Regina Hüttemann und Mathias Herbst-Hüttemann erklärten: "Der Tarifvertrag hilft uns bei der Suche nach Fachkräften. Wir können so deutlich machen, dass bei uns zu guten Arbeitsbedingungen auch eine gute Bezahlung gehört."

"Gemeinsam mit der IG Metall Küste ist es uns gelungen, einen ersten Schritt bei der Verbesserung der Arbeitsbedingungen zum Beispiel bei Bezahlung und Urlaub zu erreichen. Das war nur möglich durch das starke Engagement der Kolleginnen und Kollegen im Betrieb", sagte Thomas Schiek, stellvertretender Betriebsratsvorsitzender bei Hüttemann in Wismar.

Für die IG Metall Küste ist der Tarifabschluss ein weiterer Erfolg beim Werben für eine Stärkung der Tarifbindung in Mecklenburg-Vorpommern: In den vergangenen drei Jahren ist es der Gewerkschaft gelungen, für insgesamt mehr als 2.000 Beschäftigte u.a. bei Liebherr und EEW in Rostock, MAT in Ueckermünde oder Alstom in Ludwigslust Tarifverträge durchzusetzen.

"Im Gegensatz zu manchen Arbeitgeberverbänden, die das gemeinsame Engagement mit Landesregierung und Gewerkschaften für eine Stärkung der Tarifbindung aufkündigen wollen, machen es viele Unternehmen und Branchen im Land richtig: Sie setzen auf eine Tarifbindung und damit auf eine gerechtere und bessere Bezahlung. Das erleichtert die Suche nach neuen Mitarbeitern", sagte Tarifsekretär Ahrens.

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