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Insgesamt 4,9 Prozent Tariferhöhung für das Kfz-Handwerk in Mecklenburg-Vorpommern

Streik abgewendet

Hamburg, (lifePR) - Am 19. Juli 2012 verständigten sich IG Metall und die Tarifgemeinschaft Mitteldeutsches Kraftfahrzeuggewerbe e. V. in den späten Abendstunden auf folgendes Verhandlungsergebnis für das Kfz-Handwerk in Mecklenburg-Vorpommern:

Löhne und Gehälter erhöhen sich rückwirkend ab 1. Mai 2012 um 3,9 Prozent und ab 1. Januar 2013 um weitere 1 Prozent.

Das zusätzliche Urlaubsgeld für alle Beschäftigten, auch die Auszubildenden, erhöht sich ab dem Urlaubsjahr 2013 um 5 auf 50 Prozent.

Die Ausbildungsvergütungen erhöhen sich ab 1. August 2012 wie folgt:

1. Ausbildungsjahr plus 65 auf 530 Euro
2. Ausbildungsjahr plus 55 auf 555 Euro
3. Ausbildungsjahr plus 50 auf 595 Euro
5. Ausbildungsjahr plus 45 auf 625 Euro

Die Tarifverträge haben eine Laufzeit vom 1. Mai 2012 bis 31. Mai 2013 (13 Monate).

Mit diesem Verhandlungsergebnis konnte in der dritten Verhandlungsrunde der von der IG Metall bereits vorbereitete unbefristete Streik in letzter Minute abgewendet werden. Die IG Metall begrüßt, dass es gelungen ist, den tariflichen Einkommensunterschied zu westdeutschen Tarifgebieten des Kfz-Handwerks (ca. 20 Prozent), wenn auch nur geringfügig, zu verringern. Besonders erfreut ist die IG Metall, dass es gelungen ist, eine deutlich überproportionale Steigerung der Ausbildungsvergütungen durchzusetzen.

Die IG Metall bedauert in diesem Zusammenhang, dass der Tarifabschluss nur für die tarifgebundenen Betriebe in Mecklenburg-Vorpommern gilt. Die Kfz-Innungen und der Landesinnungsverband des Kfz-Handwerks lehnen es ab, Tarifverträge abzuschließen. Sie setzen lieber auf Tarifdumping und Billiglöhne. Die IG Metall verurteilt diese kurzsichtige Haltung, weil dadurch Fachkräfte weiterhin motiviert sein werden, sich einen Arbeitsplatz mit angemessener Vergütung in westdeutschen Bundesländern zu suchen. In diesem Zusammenhang fordert die IG Metall Küste erneut die Landesregierung auf, Aufträge der öffentlichen Hand nur noch an tarifgebundene Betriebe zu vergeben. Nach Ansicht der IG Metall ist es unverantwortlich, dass Kfz-Handwerksbetriebe in Mecklenburg-Vorpommern, die Tarifdumping betreiben und Billiglöhne bezahlen, auch noch mit Steuergeldern in Form von öffentlichen Aufträgen gefördert werden.

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