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Pressemitteilung BoxID: 237952 (IG Metall Küste)
  • IG Metall Küste
  • Kurt-Schumacher-Allee 10
  • 20097 Hamburg
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Initiative "Respekt! Kein Platz für Rassismus" an der Küste gestartet

(lifePR) (Hamburg, ) Die IG Metall Küste hat auf ihrer Bezirkskonferenz den Startschuss für die Initiative »Respekt! Kein Platz für Rassismus« in Norddeutschland gegeben. Mit vielen Aktionen wollen Beschäftigte in allen fünf norddeutschen Bundesländern für mehr Toleranz in der Arbeitswelt werben. "Wir machen uns für einen respektvollen Umgang miteinander stark. Intoleranz, Rassismus und Diskriminierung haben da keinen Platz", sagte Meinhard Geiken, Bezirksleiter der IG Metall Küste, vor rund 150 Delegierten und Gästen in Hamburg.

In einigen Betrieben hängen bereits Schilder, die Respekt einfordern und deutlich machen, dass dort kein Platz für Rassismus ist. Vor Beginn der Bezirkskonferenz hatten Betriebsräte, Vertreter der Geschäftsführung und der IG Metall im Mercedes-Benz Werk in Hamburg-Harburg ein solches Schild aufgehängt. "Die Kolleginnen und Kollegen in den Betrieben zeigen mit ihrem Engagement, dass Respekt Voraussetzung für eine solidarische und demokratische Gesellschaft ist", erklärte Bezirksleiter Geiken. Die IG Metall unterstützt die Initiative "Respekt!" bundesweit und will dadurch möglichst viele Menschen motivieren, den Respekt-Gedanken in den Unternehmen offensiv zu vertreten.

Der Erste Vorsitzende der IG Metall, Berthold Huber, warb auf der Bezirkskonferenz für eine Ausweitung der Mitbestimmung: "Das Aktienrecht muss unmissverständlich klarstellen, dass die Vermehrung der Politik ohne Rücksicht auf soziale und ökologische Belange kein hinreichendes Unternehmensziel ist", sagte Huber. Stünde in einem geänderten Aktienrecht, dass auch die Arbeitsplatzinteressen der Beschäftigten zentrale Bedeutung für Unternehmensentscheidungen haben, gäbe es für Mitbestimmung und Teilhabe wichtige neue Berufungspunkte.

Der IG Metall-Vorsitzende kritisierte, dass die deutschen Mitbestimmungsregeln nur unzureichend berücksichtigen, dass immer mehr Entscheidungen in europäischen und internationalen Unternehmenszentralen getroffen werden. "Deutsche Mitbestimmungsregeln könnten dabei mehr und mehr unter die Räder kommen. Ich bezweifle sehr, ob eine europäische Wirtschaft mit verdünnten Mitbestimmungsregeln ein tragfähiges Leitbild für das Europa der Menschen ist", erklärte Huber.