Montag, 23. Juli 2018


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Geiken: "Dramatische Lage fordert entschlossenes Handeln der Regierung"

Kundgebung zum Auftakt der Maritimen Konferenz in Kiel

Kiel, (lifePR) - Die IG Metall Küste hat Bundeskanzlerin Angela Merkel aufgefordert, ein deutliches Signal für die Arbeitsplätze und Standorte der maritimen Wirtschaft in Norddeutschland zu setzen. "Auf der Achten Nationalen Maritimen Konferenz in Kiel (8. und 9. April) wird sich zeigen, ob die Kanzlerin und ihre Regierung zur Küste stehen", sagte Meinhard Geiken, Bezirksleiter der IG Metall Küste am Donnerstag auf der Landespressekonferenz in Kiel. "Die Lage spitzt sich dramatisch zu: Angesichts von Entlassungen, Insolvenzen und Kurzarbeit auf Werften und in der Windkraftindustrie muss die Bundesregierung entschlossen handeln."

Die IG Metall Küste fordert eine Beschleunigung der Energiewende: "Fukushima ist bei der Bundesregierung offenbar in Vergessenheit geraten. Anders ist nicht zu erklären, dass es auch zwei Jahre nach der Katastrophe in Japan noch immer keinen Umsetzungs- und Masterplan für die Energiewende in Deutschland gibt. Wir brauchen einen Mix aus erneuerbaren Energien. Ein wichtiger Bestandteil davon ist die Offshore-Windenergie, die die Grundlastversorgung sichert", so Geiken. "Die Beschäftigten in den Betrieben erwarten konkrete Hilfen: Mit arbeitsmarktpolitischen Instrumenten wie der Kurzabeit müssen die Beschäftigten und damit das Know-How in den Betrieben gehalten werden."

Zum Auftakt der Maritimen Konferenz am Montag, 8. April, wird es eine Demonstration und Kundgebung mit mehreren hundert Teilnehmern geben, zu der IG Metall Küste, DGB Nord und ver.di Kiel-Plön gemeinsam aufrufen. "Wir machen Druck für die maritime Industrie und die Arbeits- und Ausbildungsplätze an der Küste", so Geiken. Beginn der Demonstration ist um 10.30 Uhr auf dem Wilhelmplatz. Ziel ist die Sparkassen-Arena-Kiel, wo die Maritime Konferenz stattfindet. Auf der Kundgebung sprechen ab ca. 11 Uhr IG-Metall-Bezirksleiter Geiken, Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Torsten Albig, Kiels Oberbürgermeisterin Susanne Gaschke, der Maritime Koordinator der Bundesregierung, Hans-Joachim Otto, sowie weitere Gewerkschafter und Betriebsräte.

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