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Pressemitteilung BoxID: 526859 (IfKom - Ingenieure für Kommunikation e.V.)
  • IfKom - Ingenieure für Kommunikation e.V.
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  • Ansprechpartner
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IfKom: Maßnahmen zur Cyber Security müssen verstärkt werden

(lifePR) (Bonn, ) Während der Bundesinnenminister seinen Entwurf für ein IT-Sicherheitsgesetz vorlegt, erfährt die Öffentlichkeit nahezu zeitgleich, wie unsicher verschlüsselte UMTS-Mobilfunkgespräche und Nachrichten sind. Die Ingenieure für Kommunikation (IfKom) sehen daher größere Anstrengungen im Bereich der Sicherheit als notwendig an. Vom Verschlüsselungsstandort Nr. 1 auf der Welt, wie es in der Digitalen Agenda der Bundesregierung heißt, ist Deutschland noch meilenweit entfernt.

Der TÜV NORD stellt zumindest bei den Unternehmen in Deutschland eine Steigerung des Sicherheitsbewusstseins fest, bei den Bürgern sei diese "Awareness" jedoch kaum angestiegen. Auch die ständigen Bemühungen des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI), Sicherheitslücken in der IT zu schließen, sind zwar lobenswert, decken aber nur die Spitze des Eisberges möglicher Schwachstellen ab.

Die IfKom schließen sich daher einer zentralen Forderung des Wissenschaftlers Dr. Sandro Gaycken von der Freien Universität Berlin an, wieder technologische Souveränität in der Informations- und Kommunikationstechnik (IKT) in Deutschland aufzubauen und dieses Feld nicht nur den amerikanischen und chinesischen Unternehmen zu überlassen. Gerade im Zusammenhang mit der Entwicklung von Industrie 4.0, also dem Einzug der IKT in die industriellen Abläufe, müssten die Ingenieurkompetenzen auch zur Erhöhung der Sicherheitsstandards im Sinne von "Security by Design" genutzt werden.

Auch die Forderung nach Einrichtung weiterer Lehrstühle und Studiengänge für Cyber Security halten die IfKom für einen wichtigen Schritt in die richtige Richtung, damit Deutschland langfristig über genügend Know how-Träger verfügt. Neben dem Wissenschaftler Dr. Gaycken und dem Vizepräsidenten des BSI, Andreas Könen, unterstützen auch Industrievertreter diese wichtige Perspektive. Unter anderem hat der für Datenschutz zuständige Telekom-Vorstand Dr. Thomas Kremer gegenüber den IfKom einen akuten Bedarf an Ausbildungs- und Studienplätzen für Abwehrspezialisten in der Cyber-Sicherheit festgestellt.

Nach einem Jahr großer Koalition ist das politische Handeln im Bereich der digitalen Welt nach Auffassung der IfKom noch nicht genügend ausgeprägt. Der Zugang von Bürgern und Unternehmen muss durch Ausbau der Breitband-Infrastruktur zügig sichergestellt werden. Genau so wichtig ist der Ausbau der Cyber Security. Hierbei geht es sowohl um die Verhinderung von Internet-Straftaten, als auch um Industriespionage und Sabotage durch Hackerangriffe. Grundlegenden Maßnahmen zur Erhöhung der Sicherheit kosten Geld. Die IfKom fordern daher Politik und Industrie auf, an diesen Problemen verstärkt zu arbeiten. Investitionen in diesen Bereich sind zukunftssichernd!

IfKom - Ingenieure für Kommunikation e.V.

Die Ingenieure für Kommunikation e. V. (IfKom) sind der Berufsverband von technischen Fach- und Führungskräften in der Kommunikationswirtschaft. Der Verband vertritt die Interessen seiner Mitglieder - Ingenieure und Ingenieurstudenten sowie fördernde Mitglieder - gegenüber Wirtschaft, Politik und Öffentlichkeit. Der Verband ist offen für Studenten und Absolventen von Studiengängen an Universitäten und Hochschulen aus den Bereichen Telekommunikation und Informationstechnik sowie fördernde Mitglieder. Der Netzwerkgedanke ist ein tragendes Element der Verbandsarbeit. Gerade Kommunikationsingenieure tragen eine hohe Verantwortung für die Gesellschaft, denn sie bestimmen die Branche, die die größten Veränderungsprozesse nach sich zieht. Die IfKom sind Mitglied im Dachverband ZBI - Zentralverband der Ingenieurvereine e. V. Mit über 50.000 Mitgliedern zählt der ZBI zu den größten Ingenieurverbänden in Deutschland.