Freitag, 23. Februar 2018


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Immer mehr Isländer lehnen den Walfang ab

Hamburg, (lifePR) - Die Zustimmung zur Jagd auf Zwergwalen ist in Island laut einer Gallup Meinungsumfrage vom Oktober 2017 auf 45,8 Prozent gefallen und liegt damit erstmals unter 50 Prozent. Seit 2005 gibt der IFAW (International Fund for Animal Welfare) regelmäßig Umfragen in Auftrag.

Auch die Zustimmung zum Fang von Finnwalen ist weiter gesunken, so waren in der aktuellen Befragung nur noch 35,4 Prozent dafür, 2016 waren es noch 42 Prozent.

„Seit einigen Jahren schwindet in Island die Zustimmung sowohl für den Fang von Zwerg- und Finnwalen. Das ermutigt und bestätigt uns“, erklärt Andreas Dinkelmeyer, Leiter der Walkampagne des IFAW in Deutschland. „Es ist jetzt höchste Zeit, dass auch die isländische Regierung Konsequenzen zieht und den kommerziellen Walfang endgültig beendet.“

224 Zwergwale dürfen jährlich getötet werden, das sieht eine Quote vor, die die isländische Regierung festgelegt hat. Aber nur ein Bruchteil der Quote wird in Anspruch genommen. 2016 wurden 46 Tiere getötet, in der Saison 2017 waren es 17 Zwergwale.

Zuletzt wurden 2015 155 Finnwale getötet, vor allem für den japanischen Markt. Dorthin will der Finnwaljäger Kristian Loftsson das Fleisch auch diesmal exportieren. Trotz Opposition in Japan wie auch in Island hat Herr Loftsson im August wieder eine Schiffsladung Finnwalfleisch nach Japan geschickt.

Der IFAW lehnt jeglichen kommerziellen Walfang ab, da er grausam und unnötig ist. Gemeinsam mit der isländischen Whalewatching-Vereinigung Icewhale arbeitet der IFAW daran, Islandbesucher mit der Kampagne „Meet us, don’t eat us“ darüber aufzuklären, dass ihr Walfleischkonsum direkte Auswirkungen auf den Walfang auf der Insel hat. Dadurch hat sich die Zahl der Touristen, die Walfleisch probiert haben, in den letzten Jahren mehr als halbiert. 2011 hatten noch 40 Prozent der Islandbesucher angegeben, Walfleisch gegessen zu haben.

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