vbw zu den aktuellen Berechnungen zur Rentenhöhe

Brossardt "Wir brauchen eine sachliche Diskussion"

(lifePR) ( München, )
Die vbw - Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. mahnt angesichts der neuen Berechnungen des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales zum Rentenniveau zu einer differenzierten und sachlichen Diskussion.

"Die gesetzliche Rente muss langfristig auf sichere Beine gestellt werden", forderte Bertram Brossardt, Hauptgeschäftsführer der vbw. "Derzeit kommen auf 100 Personen im erwerbsfähigen Alter rund 30 Rentner. Im Jahr 2060 sind es fast doppelt so viele. Deshalb brauchen wir eine ehrliche Debatte. Fakt ist, dass das Umlageverfahren nicht mehr ausreicht. Die vom Bundessozialministerium vorgelegten Zahlen beziehen sich nur auf die Säule der gesetzlichen Rentenversicherung und sind nicht neu. Der privaten Säule und der betrieblichen Altersvorsorge kommt aber eine immer größere Bedeutung zu. Eine Förderung und Entbürokratisierung dieser Stützen sind daher unumgänglich. Bis 2030 muss es gelingen, dass alle Beschäftigten auf einen Mix der drei Säulen bauen können", so Brossardt weiter.

Eine Diskussion um das Rentenniveau ist nach Auffassung Brossardts derzeit aus mehreren Gründen nicht angemessen: "Angesichts der demografischen Entwicklung führt an den beschlossenen Rentenreformen und der Rente mit 67 kein Weg vorbei. Ohne die Rente mit 67 hätten wir noch weniger Beitragszahler, um die künftigen Renten zu finanzieren. Vor dieser Entwicklung darf niemand die Augen verschließen. Eine Aufweichung dieser Reformvorhaben würde vor allem die jüngere Generation überproportional belasten und ein neues Risiko für deren Altersversorgung bedeuten."

Brossardt weiter: "Die Erwerbstätigkeit älterer Beschäftigter nimmt zu. So war im Jahr 2000 nur etwa jeder Fünfte im Alter von 60 bis 65 erwerbstätig, im Jahr 2010 hat sich der Anteil auf über 40 Prozent mehr als verdoppelt. Dies wirkt sich auch auf die Beitragsdauer und damit auf die Rentenhöhe aus. Die Erfahrung zeigt, dass vor allem darauf zu achten ist, längere Erwerbsunterbrechungen zu vermeiden. Der Vereinbarkeit von Familie und Beruf kommt damit ebenso eine wichtige Rolle zu wie der Weiterbildung. Eine beschäftigungsfreundliche Politik ist deshalb die beste Garantie für ein hohes Rentenniveau."
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