vbw und Familienunternehmer diskutieren Reform der Erbschaftsteuer

Brossardt: "Zukunft der Familienunternehmen generationenübergreifend sichern"

(lifePR) ( München, )
Die vbw - Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. diskutierte mit Familienunternehmern aus verschiedenen Branchen über die anstehende Reform der Erbschaftsteuer. "Das Bundesverfassungsgericht gesteht dem Gesetzgeber bei der Neuregelung der Erbschaftsteuer einen weitreichenden Gestaltungsspielraum zu. Dieser muss so genutzt werden, dass unsere Familienunternehmen und damit die über Generationen hinweg aufgebaute Basis unseres wirtschaftlichen Erfolgs nachhaltig gesichert bleiben", erklärte vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt.

Nach Überzeugung der vbw ist die Ausgestaltung der künftigen Erbschaftsteuer von entscheidender Bedeutung für Bayern und die Familienunternehmen im Freistaat. "Bis zum Jahr 2018 stehen bei uns rund 24.000 Unternehmen mit über 350.000 Arbeitsplätzen vor einem Generationswechsel. Pro Jahr sind das rund 5.000 Firmenübergaben, an denen über 60.000 Arbeitsplätze und Millionen an Steuereinnahmen für Land und Kommunen hängen", so Brossardt.

Prof. Dr. Karl-Georg Loritz vom Lehrstuhl für Bürgerliches Recht, Arbeits-, Steuer- und Sozialrecht an der Universität Bayreuth referierte im Rahmen des Treffens zur rechtlichen Situation der Unternehmensnachfolge. "Die Verschonung von Unternehmensvermögen von der Erbschaftsteuer ist kein ungerechtfertigtes Geschenk des Staates, sondern liegt in seinem und im Interesse aller Bürger. Der Gesetzgeber muss die ihm vom Bundesverfassungsgericht in seinem neuesten Urteil eingeräumten Freiräume nutzen, um eine reibungslose Generationennachfolge zu ermöglichen. In Zeiten eines sich immer noch verschärfenden Wettbewerbs um Unternehmen und Arbeitsplätze, muss die Generationennachfolge gefördert und darf nicht durch ein zu kompliziertes oder gar wirtschaftlich erdrückendes Erbrecht behindert werden", so Loritz.

Die Unternehmer waren sich in der Diskussion einig: Eine Reform der Erbschaftsteuer muss dem hohen Stellenwert großer wie kleiner Familienunternehmen Rechnung tragen und Spielräume für Investitionen erhalten. "Vor allem wollen wir keine Steuererhöhung - weder direkt, noch indirekt. Gerade in Zeiten sprudelnder Steuereinnahmen ist eine weitere Belastung nicht vertretbar", so der allgemeine Tenor.
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