Montag, 27. Februar 2017


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vbw Untersuchung: Schleichende Verlagerungstendenzen

Brossardt: "Auslandsinvestitionen haben zunehmend ersetzenden Charakter"

(lifePR) (München, ) Bayerische Industrieunternehmen entscheiden sich bei Neuinvestitionen immer häufiger für das Ausland und gegen den heimischen Standort. Das geht aus einer aktuellen Untersuchung der vbw - Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. hervor. Deren Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt erklärt: "Die zunehmenden Investitionen im Ausland bedeuten nicht, dass die Wertschöpfung im Inland geringer ausfällt. Nur 8,5 Prozent der Firmen, die die Produktion im Ausland ausweiten wollen, werden inländische Kapazitäten reduzieren. Allerdings haben Auslandsinvestitionen zunehmend ersetzenden Charakter. Wenn die Entscheidung über eine neue Investition ansteht, so fällt diese immer häufiger zu Gunsten des ausländischen Standorts. Wir erleben derzeit also eine schleichende Verlagerung, der wir durch verbesserte Rahmenbedingungen für die Unternehmen begegnen müssen. Insbesondere die Politik ist hier gefordert."

Für die Untersuchung, die die IW Köln Consult GmbH im Auftrag der vbw erstellt hat, befragten die Wissenschaftler 400 bayerische Industrieunternehmen. Den Ergebnissen der Umfrage zufolge wird die Internationalisierung vor allem von Firmen getrieben, die bereits im Ausland tätig sind und mehr als 250 Mitarbeiter beschäftigen. Rund ein Drittel aller befragten Firmen will seine Produktion im Ausland ausweiten. Bei den künftigen Zielregionen steht Mittel- und Osteuropa an erster Stelle. 24 Prozent der Unternehmen planen, sich hier verstärkt zu engagieren. An zweiter Stelle folgt China (19 Prozent) vor den klassischen Industrienationen. Nur noch 14,5 Prozent der bayerischen Industrieunternehmen wollen dort die Produktion ausweiten. Knapp zwölf Prozent der Firmen wollen in den übrigen Schwellenländern (ohne China) produzieren.

Die Investitionsentwicklung hat auch Auswirkungen auf die Beschäftigtenzahlen: Während sie am heimischen Standort nur moderat steigen, ist der Beschäftigungsaufbau im Ausland wesentlich dynamischer.

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