Gute Lage, Zuversicht der Unternehmen auf niedrigem Niveau bei steigender Unsicherheit

Brossardt: "Fachkräftemangel ist Wachstumsbremse"

(lifePR) ( München, )
Die Konjunktur in der bayerischen Metall- und Elektro-Industrie zeigt sich in guter Verfassung. Das ist das Ergebnis der aktuellen Umfrage der bayerischen Metall- und Elektro-Arbeitgeberverbände bayme vbm unter ihren Mitgliedsunternehmen, die heute in München vorgestellt wurde. „Drei Viertel der Unternehmen stufen die aktuelle Lage als gut ein. Die Geschäftserwartungen für das kommende Halbjahr sind trotz des anhaltend unsicheren globalen Umfelds und drohender Tarifauseinandersetzungen auf einem deutlich niedrigeren Niveau zuversichtlich“, erläuterte bayme vbm Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt.

Sowohl im Inland als auch im Ausland beurteilen die Firmen die Geschäftslage besser als im Sommer. Das Inlandsgeschäft bewerten sie per Saldo mit +74 Prozentpunkten, das Auslandsgeschäft per Saldo mit +72 Prozentpunkten. Bei den Erwartungen sind die Firmen deutlich zurückhaltender: Per Saldo liegen die Erwartungen für das Inlandsgeschäft bei +30 Prozentpunkten und für den Export ebenfalls bei +30 Prozentpunkten. Zwischen den Branchen ergibt sich aber ein differenziertes Bild: Während der Großteil der Elektronikunternehmen mit Optimismus auf die kommenden Monate blickt, zeigen sich insbesondere die Automobil- und Zulieferbetriebe skeptisch.

Die bayerischen Arbeitgeber warnen vor dem weiter wachsenden Arbeitskräftemangel. Bereits seit Ende 2016 liegen die Beschäftigungspläne der Unternehmen über der tatsächlichen Entwicklung. „Das ist ein klares Zeichen, dass die Betriebe nicht genügend Arbeitskräfte finden und der Fachkräftemangel bereits bittere Realität ist“, erklärt Brossardt. Gesucht werden vor allem Ingenieure und Informatiker, aber auch Metall- und Elektro-Facharbeiter. „Die Zahlen sind besorgniserregend: Während in Bayern auf eine offene Stelle 1,8 Arbeitslose kommen, sind es in der M+E Industrie nur 0,6. Das führt schon heute bei über 81 Prozent der Betrieben zu Einschränkungen in der Produktion“, betont Brossardt.

Laut bayme vbm bedarf es zum Erhalt der hohen internationalen Wettbewerbsfähigkeit der bayerischen Unternehmen geeigneter Rahmenbedingungen, sowohl vom Gesetzgeber als auch durch die Tarifparteien. Brossardt warnt daher die IG Metall: „Die Forderungen in der laufenden Tarifrunde wirken wie Gift für die Firmen. In Zeiten des Fachkräftemangels eine Arbeitszeitverkürzung auf bis zu 28 Stunden zu verlangen ist unverständlich und unverantwortlich. Die Herausforderungen des Arbeitskräftemangels mit kürzeren Arbeitszeiten zu bewältigen ist absurd. Kommt noch ein Teillohnausgleich mit geringem Nettoverlust hinzu, schaden wir unserem Standort massiv. Der Fachkräftemangel wird zur Wachstumsbremse: Rund 33.000 Vollzeitkräfte müssten in der M+E Industrie ausgeglichen werden. Das ist nicht machbar.“
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