Sonntag, 22. Oktober 2017


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Brossardt zum Zieleinlauf der Agenda 2010: Reformen haben sich gelohnt

Vor allem der Arbeitsmarkt hat profitiert

München, (lifePR) - Bertram Brossardt, Hauptgeschäftsführer der vbw - Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V., sieht beim Zieleinlauf der Agenda 2010 mehr Licht als Schatten. "Besonders auf dem Arbeitsmarkt haben sich die Reformen gelohnt. Das zeigen unter anderem die rapide gesunkenen Zahlen bei den Langzeitarbeitslosen: Waren deutschlandweit bei Beginn der Hartz-Reformen im Januar 2005 noch mehr als 1,77 Millionen Männer und Frauen langzeitarbeitslos, sank die Zahl bis November diesen Jahres auf rund 908.000. Das ist ein Rückgang von fast 50 Prozent", so Brossardt. In Bayern sieht die Bilanz sogar noch besser aus: Dort sank die Zahl der Langzeitarbeitslosen in diesem Zeitraum sogar um 57 Prozent, von 142.000 zu Beginn des Jahres 2005 auf gut 64.000 im letzten Monat.

"Ohne die Reformen läge die Arbeitslosenquote heute deutlich höher", so Brossardt unter Verweis auf die jüngst vorgelegte Fünf-Jahres-Bilanz des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB). Die Nürnberger Experten gehen davon aus, dass die Zahl der Arbeitslosen ohne Hartz-IV um einen sechsstelligen Betrag höher liegen würde als derzeit. Brossardt: "Dass sich das Instrumentarium auch in der gegenwärtigen Krise bewährt, zeigt ein Blick auf die Entwicklung der Langzeitarbeitslosen im Jahresvergleich: Sie ist seit November 2008 um 5,9 Prozent gesunken - trotz massiver Umsatzeinbrüche bei den Unternehmen."

Brossardt appellierte an die Bundesregierung, den Anspruch, die Menschen durch konsequentes Fordern und Fördern wieder in Arbeit zu bringen, nicht aufzugeben. "Die Erfolge der letzten Jahre müssen uns ermutigen, den Weg von einem alimentierenden zu einem aktivierenden Sozialstaat weiter zu gehen", so Brossardt. Die Reformen hätten mehr Dynamik in den Arbeitsmarkt gebracht, und die Schere zwischen offenen Stellen und Arbeitslosen sei wesentlich stärker geschlossen worden als in den Zeiten zuvor.

Für die Zielgerade der Agenda 2010 wünscht sich der vbw-Hauptgeschäftsführer eine weitere Öffnung des Arbeitsmarkts: "Wir müssen jetzt Impulse für mehr Beschäftigung setzen, insbesondere durch die Entkrustung des Kündigungsschutzes und eine verlässliche dauerhafte Begrenzung der Lohnzusatzkosten auf unter 40 Prozent."

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