Brossardt: "Mehr Angebote für Frauen statt mehr Bürokratie"

vbw unterstützt das Ziel, mehr Frauen in Führungspositionen zu bringen

(lifePR) ( München, )
"Deutschland braucht nicht mehr Bürokratie und starre Quoten, sondern mehr konkrete Angebote für junge Frauen und Männer, damit sie Familie und Beruf besser vereinbaren können", betont Bertram Brossardt, Hauptgeschäftsführer der vbw - Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V., anlässlich der Diskussionen um eine Frauenquote in Chefetagen. "Das Ziel, den Anteil von Frauen in Führungspositionen zu erhöhen, teilen wir. Doch sind die derzeit diskutierten Maßnahmen wie eine massiv ausgebaute Berichtspflicht oder aufwändige Lohntestverfahren der falsche Weg", so Brossardt.

Stattdessen muss an den eigentlichen Ursachen angesetzt werden: "Deutschland braucht mehr hochqualifizierte Frauen auch in typischen Männerdomänen wie den technischen Studiengängen, eine bessere Kinderbetreuung und mehr haushaltsnahe Dienstleistungen. Der Wirtschaft ist das Thema durchaus bewusst: 95 Prozent der Unternehmen in Deutschland bieten ihren Mitarbeitern familienfreundliche Maßnahmen an."

Brossardt verweist zudem auf den notwendigen gesellschaftlichen Wandel, der sich in der höheren Beschäftigungsquote der Frauen und dem gestiegenen Bildungsniveau ausdrückt. Brossardt: "Bei den Bildungsabschlüssen haben die Frauen die Männer bereits überholt. Dies kann sich aber nur zeitverzögert auch in mehr Führungspositionen niederschlagen." In den Zahlen macht sich zudem bemerkbar, dass noch immer viele Frauen ihre Karriere hinter der Familie zurückstellen. Bei Männern ist dagegen eine Familiengründung kaum mit einer beruflichen Veränderung verbunden: 90 Prozent der jungen Väter sind erwerbstätig, bei den Müttern sind es nur 60 Prozent.

Um mehr Frauen in Führungspositionen in Wirtschaft und Öffentlichen Dienst zu bekommen, muss laut Brossardt zudem auf Eignung, Befähigung und fachliche Leistung gesetzt werden. Von der Opposition geforderte Maßnahmen wie ein umfassendes Gleichstellungsgesetz für die Privatwirtschaft und eine gesetzliche Regelung für eine Frauenquote von 40 Prozent in Vorständen und Aufsichtsräten lehnt er ab: "Eine Quotenregelung in Vorständen wäre verfassungsrechtlich problematisch. Deswegen setzen wir auf freiwillige Lösungen und eine langfristige Strategie, die Hand in Hand mit der Wirtschaft erarbeitet werden muss."
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