Bayerischer Arbeitsmarkt weiter robust - vbw warnt vor falschen Weichenstellungen

Brossardt: "2015 muss Jahr der tarifpolitischen Vernunft werden"

(lifePR) ( München, )
"Der bayerische Arbeitsmarkt ist weiterhin in einer guten Form. Wir dürfen jetzt aber nicht mit falschen Weichenstellungen Sand ins Getriebe werfen", erklärte der Hauptgeschäftsführer der vbw - Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V., Bertram Brossardt, anlässlich der heute von der Bundesagentur für Arbeit vorgestellten Arbeitslosenzahlen für Januar.

Der Anstieg der Arbeitslosenquote in Bayern im Januar auf 4,3 Prozent hat laut vbw saisonale Gründe. Brossardt: "Die Unternehmen stellen dennoch weiterhin ein. Der bayerische Arbeitsmarkt eröffnet allen Beschäftigungsgruppen sehr gute Chancen."

Der vbw Hauptgeschäftsführer rief dazu auf, alles dafür zu tun, dass die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen gesichert wird, damit der hohe Beschäftigungsstand gehalten werden kann. "Geopolitische Risiken und die Unsicherheit über die weitere wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland verbieten Kostensteigerungen und zusätzliche Bürokratie", sagte Brossardt.

In diesem Zusammenhang rief er die Tarifparteien dazu auf, 2015 zu einem Jahr der tarifpolitischen Vernunft zu machen. "Vor allem die IG Metall muss die Realitäten anerkennen. Wir haben in der gestrigen Tarifverhandlung ein faires Angebot für die bayerische Metall- und Elektro-Industrie vorgelegt, mit dem wir auf alle drei Forderungen der Arbeitnehmer eingehen. Mit der jetzt angebotenen Erhöhung erhalten die M+E Beschäftigten 2,2 Prozent mehr Entgelt und damit ein deutliches Reallohnplus. Statt sich auf die Planung massiver Warnstreiks zu konzentrieren, muss sich die IG Metall jetzt auf uns zu bewegen. Es geht um die Sicherung von 790.000 Beschäftigten im Freistaat."

Brossardt warnte auch die Bundesregierung davor, die falschen Weichen zu stellen: "Der gesetzliche Mindestlohn hat bereits eine Kosten- und Bürokratielawine losgetreten. Es ist dringend erforderlich, hier Korrekturen vorzunehmen. Nun steht zusätzlich eine Änderung der Arbeitsstättenverordnung zur Diskussion, wonach Firmen beispielsweise Telearbeitsplätze bei Mitarbeitern zu Hause künftig kontrollieren und auch in Archiven und anderen wenig genutzten Räumen alle Vorgaben zu Beleuchtung und Temperatur erfüllen müssen. Auch das zieht Kosten und immensen bürokratischen Aufwand nach sich, die negative Auswirkungen auf die Beschäftigung haben werden."
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