Donnerstag, 21. Juni 2018


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HSH Nordbank wächst bei Ergebnis und Neugeschäft

Altlasten sinken deutlich

Hamburg/Kiel, (lifePR) - .


Vorsteuergewinn im Konzern 201 (Vj.-Zeitraum 183) Mio. €
NPE Abbaubank um 40% auf 8,2 Mrd. € kräftig gesenkt
Neugeschäft +11 % auf 6,4 Mrd. € – dv. 1,4 Mrd. € mit Neukunden
Solide CET1-Quote – ohne Garantie bei 16,3%
CEO Ermisch: „Gute Basis für private Eigentümerstruktur”


Nach operativen Erfolgen, spürbaren Fortschritten beim Kosten- und Altlastenabbau bei weiterhin starken Kapitalkennziffern ist die HSH Nordbank gut vorbereitet auf die anstehende Privatisierung: Der Gewinn vor Steuern stieg im Konzern zum Ende September auf 201 (Januar - September 2016: 183) Mio. Euro. Die nach vorne gerichtete Kernbank kam dabei auf ein Ergebnis vor Steuern von 609 (532) Mio. Euro. Alle vier operativen Bereiche trugen zur positiven Geschäftsentwicklung bei – also Unternehmenskunden, Immobilien, Schifffahrt und – wegen der planmäßigen Auflösung stiller Reserven – vor allem Treasury & Markets.

Ungeachtet dieser sichtbaren Verbesserungen und zuletzt vereinzelter Aufhellungen in der Seeschifffahrt hält die Bank am bisherigen Ergebnisausblick für 2017 fest und peilt im Konzern nach wie vor einen Vorsteuergewinn auf Höhe des Vorjahres (2016: 121 Mio. Euro) an. Dies gilt vorbehaltlich etwaiger, heute nicht bekannter Erkenntnisse aus dem Privatisierungsverfahren. „Mit diesem guten Zwischenergebnis, dem Zuspruch unserer Kunden und dem konsequenten Altlastenabbau sind wichtige Weichen für den im Februar angestrebten Eigentümerwechsel gestellt. Die Bank entwickelt sich positiv, ist mittlerweile robust aufgestellt und hat die Basis für eine erfolgreiche Zukunft in privater Eigentümerstruktur geschaffen“, sagte Stefan Ermisch, Vorstandsvorsitzender der HSH Nordbank.

Solides Konzernergebnis getragen von der Kernbank

Das Konzernergebnis vor Steuern verbesserte sich zum Vorjahr um rund zehn Prozent auf 201 (183) Mio. Euro, nach Steuern standen 176 (163) Mio. Euro zu Buche. Getragen wurde der Konzerngewinn vom Vorsteuerergebnis der Kernbank in Höhe von 609 (532) Mio. Euro, das von operativen Erträgen ebenso wie von planmäßigen Sondereffekten aus dem gesteuerten Verkauf von Schuldscheindarlehen profitierte. Diese stillen Reserven wurden realisiert, um die wegen der Risikovorsorge erwarteten Verluste der Abbaubank von -476 (-175) Mio. Euro auszugleichen. Die in „Sonstige und Konsolidierung“ gebündelten Gesamtbankpositionen lagen bei 68 (-174) Mio. Euro.

Verwaltungsaufwand spürbar gesunken – Privatisierungskosten belasten

Das strikte Kostenmanagement der Bank spiegelt sich in dem um 13 Prozent spürbar auf -366 (-421) Mio. Euro gesunkenen Verwaltungsaufwand. Hohe Aufwendungen für Regulatorik sowie strategische und IT-Projekte wurden durch Einsparungen im Sachaufwand, der mit -184 (-183) Mio. Euro etwa auf Vorjahresniveau gehalten wurde, kompensiert. Im rückläufigen Personalaufwand von -167 (-188) Mio. Euro zeigt sich die mit 1.964 (31.12.2016: 2.164) erstmals unter die 2000er Marke gesunkene Zahl der Vollzeitarbeitskräfte.

Belastet wurde das Konzernergebnis zudem durch Aufwendungen für die Garantie von -116 (-170) Mio. Euro sowie für Restrukturierung und Privatisierung in Höhe von -43 (-118) Mio. Euro.

CET1-Quote und Leverage Ratio hoch – Verringerte Risikopositionen

Auf Basis des erfreulichen Neunmonatsergebnisses und der spürbar verringerten Risikopositionen lagen die Kapitalkennziffern weiterhin auf hohem Niveau und klar über den Anforderungen. Die harte Kernkapitalquote (CET1-Quote) verbesserte sich einschließlich der Wirkung der Zweitverlustgarantie auf 19,2 Prozent (31.12.2016: 14,1). Auch ohne Berücksichtigung der Effekte aus der Garantie ergab sich eine indikative pro-forma CET1-Quote von 16,3 Prozent. Die Leverage Ratio, die das Kernkapital ins Verhältnis zum Geschäftsvolumen setzt, stieg im Berichtszeitraum auf sehr solide 7,8 Prozent (31.12.2016: 6,9). Die Konzern-Bilanzsumme verringerte sich aufgrund des beschleunigten Abbaus von Altportfolios auf 76 (84) Mrd. Euro, das erfreuliche Neugeschäft sowie eine erhöhte Barreserve wirkten gegenläufig.

Kernbank mit spürbarem Ergebnisplus – Neugeschäft stieg um 11 Prozent

In der Kernbank lag der Gewinn vor Steuern mit 609 (532) Mio. Euro deutlich über Vorjahr. Zu diesem guten Ergebnis trug der auf 886 (799) Mio. Euro gesteigerte Gesamtertrag bei, der vom operativen Geschäft ebenso profitierte wie von planmäßig realisierten stillen Reserven in Höhe von 356 (160) Mio. Euro. Inklusive dieser Effekte verbesserte sich der Zinsüberschuss auf 666 (537) Mio. Euro und der Provisionsüberschuss auf 58 (57) Mio. Euro. Das Handelsergebnis lag bei 111 (145) Mio. Euro und das Finanzanlageergebnis bei 51 (60) Mio. Euro. Die gefestigte Position der Bank im Markt und ihre stabile Kundenbasis werden im Neugeschäft sichtbar, das um elf Prozent auf 6,4 (5,8) Mrd. Euro ausgebaut wurde. Mit festem Blick auf ein angemessenes Ertrags- und Risikoprofil war die Bank trotz intensiven Wettbewerbs auch bei der Akquise erfolgreich: Rund 1,4 Mrd. Euro der Neuabschlüsse wurden mit im laufenden Jahr hinzu gewonnenen Kunden kontrahiert. Zudem verbesserten sich im Berichtszeitraum die Cross-Sell-Erträge aus Anlageprodukten, Kreditprovisionen und dem Derivategeschäft.

Mit Neuabschlüssen in Höhe von 2,4 (2,5) Mrd. Euro lag das Segment Unternehmenskunden annähernd auf Vorjahresniveau. Besonders erfreulich entwickelten sich die Fokusbranchen Handel und Ernährung sowie Projektfinanzierungen für Infrastruktur, Datennetze und Erneuerbare Energien. Mit der Finanzierung eines Windparks gelang der Markteintritt in den Niederlanden, zudem wurden Projekte in Finnland, Irland und Deutschland abgeschlossen. Der Kreditbestand lag mit 14,3 (14,2) Mrd. Euro leicht über Vorjahr. Zum Konzernergebnis steuerte das Segment einen auf 71 (64) Mio. Euro gesteigerten Anteil bei. Im Segment Immobilienkunden trug die gute Verankerung der Bank in ihrer Heimatregion sowie in den westdeutschen Metropolregionen mit einem auf 3,4 (3,1) Mrd. Euro gesteigerten Neugeschäft einmal mehr Früchte. Der Bestand verringerte sich aufgrund hoher außerordentlicher Tilgungen leicht auf 11,9 (12,5) Mrd. Euro. Mit 103 (110) Mio. Euro leistete das Immobilienfinanzierungsgeschäft einen wichtigen Ergebnisbeitrag.

Die Schifffahrtsmärkte zeigten in den vergangenen Monaten Aufhellungen, bleiben jedoch herausfordernd. Das Neugeschäft des Segments Shipping wurde weiter bewusst restriktiv und ausschließlich mit internationalen Reedereien guter Bonität abgeschlossen und lag mit 0,4 (0,2) Mrd. Euro im Plan. Im Ergebnis vor Steuern von 7 (87) Mio. Euro machten sich Aufwendungen für Risikovorsorge und Garantie ebenso bemerkbar wie ein aufgrund sinkender Forderungsbestände (6 Mrd. Euro nach 7,1 Mrd. Euro zum 30.09.2016) rückläufiger Zinsüberschuss.

Das Segment Treasury & Markets lag mit einem Ergebnis vor Steuern von 428 (271) Mio. Euro deutlich über Vorjahr. Eine positive Entwicklung im Kunden- und Derivategeschäft trug zu dem guten Ergebnis ebenso bei wie realisierte stille Reserven aus dem Verkauf von Schuldscheindarlehen in Höhe von 356 Mio. Euro.

Risikovorsorge für Altlasten trotz Aufhellungen auf hohem Niveau

Auch in den ersten neun Monaten 2017 hat die Bank – trotz Erholungstendenzen auf den Märkten für Containerfrachter und Bulker – für Shipping-Engagements aus den Jahren vor 2009 hohe Vorsorgeaufwendungen gebildet. Hinzu kamen einzelne Wertberichtigungen im Alt-Energy-Portfolio der Abbaubank, in der mit -445 (-968) Mio. Euro der weit überwiegende Teil der Risikovorsorge vor Garantie von insgesamt -456 (-966) Mio. Euro anfiel. Aufgrund der bilanziellen Vollauslastung der Zweitverlustgarantie der Länder im ersten Quartal wurde die Risikovorsorge nur mehr teilweise, in Höhe von 134 Mio. Euro (inkl. Devisenergebnis, Sicherungswirkung aus dem Kreditderivat und Effekten aus der Verlustabrechnung) abgefedert. Die Risikovorsorge im Kreditgeschäft des Konzerns nach Garantie belief sich damit auf -322 (149) Mio. Euro.

Risikoabdeckung und Portfolioqualität weiter verbessert – NPE-Quote sinkt

Mit dem konsequenten und beschleunigten Abbau leistungsgestörter Engagements hat die Bank ihr non-performing Exposure (NPE) und bestehende Klumpenrisiken aus der Vergangenheit deutlich reduziert. Im Konzern betrug das Volumen 9,1 (31.12.2016: 14,6) Mrd. Euro, davon lagen circa 90 Prozent in der Abbaubank. Die verbesserte Portfolioqualität spiegelt sich in der auf 11,7 Prozent (31.12.2016: 17,5) gesunkenen NPE-Quote. Den nicht performanten Altengagements steht eine solide Risikovorsorge gegenüber, so dass sich die konzernweite Abschirmungsquote (Coverage Ratio, ermittelt aus dem Verhältnis der gebildeten Risikovorsorge zum NPE) erneut klar auf 55 Prozent (31.12.2016: 48) verbesserte.

Im isoliert betrachteten Shipping-Portfolio des Konzerns betrug das non-performing Volumen 5,8 (31.12.2016: 8,3) Mrd. Euro, davon lagen 5,1 Mrd. Euro in der Abbaubank und 0,7 Mrd. Euro in der Kernbank. Auch hier stieg die Coverage Ratio auf solide 62 Prozent (31.12.2016: 60).

Abbaubank mit signifikant verringertem NPE-Volumen

Besonders deutlich zeigt sich die dynamische und zugleich vermögensschonende Reduktion von leistungsgestörten und nicht strategischen Portfolien aus den Jahren vor 2009 in der Abbaubank. Dank positiver Entwicklungen im Shipping-Marktumfeld, stringenter Restrukturierungen und der gegenwärtigen US-Dollar/Euro-Entwicklung verringerte sich das gesamte Volumen spürbar um 7,4 Mrd. Euro auf 14 Mrd. Euro. Allein der hierin enthaltene Anteil der leistungsgestörten (non-performing) Kredite sank zum 30. September auf 8,2 Mrd. Euro – damit wurden rund 90 Prozent des Jahresziels von 7,5 Mrd. Euro bereits nach neun Monaten erreicht. Bis zum Jahresende 2018 soll dieser Wert auf 3,8 Mrd. Euro abschmelzen und nach gebildeter Risikovorsorge bei rund 2 Mrd. Euro liegen.

In der Kernbank spiegelt sich die gute Bestandsqualität in einem auf bereits geringem Niveau nochmals leicht gesunkenen non-perfoming Exposure von 0,8 (31.12.2016: 1,0) Mrd. Euro. Entsprechend sank die NPE-Quote der Kernbank auf 1,5 Prozent (31.12.2016: 1,9).

Ausblick bestätigt: Konzerngewinn auf Vorjahresniveau

„Unsere strategische Ausrichtung und der forcierte Rückbau unserer Altlasten wurden Ende Oktober mit mehreren bindenden Geboten internationaler Interessenten belohnt. Wir gehen diesen Weg auch in den kommenden Monaten ebenso konzentriert wie zielgerichtet weiter und unterstützen unsere Ländereigener weiterhin in der finalen Phase der Verkaufsverhandlungen nach Kräften“, sagte Ermisch. Auf Grundlage des Konzernergebnisses nach neun Monaten hält die Bank an ihrer Ergebnisprognose fest, die für das Gesamtjahr 2017 einen Gewinn vor Steuern auf Vorjahresniveau (121 Mio. Euro) vorsieht.

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