Agile HR Conference 2019: Mentale Unterstützung für die Mitstreiter der agilen Transformation

(lifePR) ( Köln, )
Die Transformation gleicht einem Marathon: Wie die Läufer brauchen die Mitarbeiter in den Unternehmen viel Ausdauer. Hilfreich zudem ist ein starkes Team zum gemeinsamen Trainieren. Vor allem aber braucht es viel Unterstützung für die nötige mentale Stärke. Mit dieser Metapher eröffnete André Häusling, Gründer und Geschäftsführer der HR Pioneers, die Agile HR Conference 2019 vom 8. bis 9. Mai in Köln. Die Konferenz, an der rund 350 Personalverantwortliche, Geschäftsführer und Führungskräfte sowie agile Software Fans teilnahmen, gilt als Besonderheit in der Kongresslandschaft des HR- und Managementbereichs. Nicht Best-Practice steht hier im Mittelpunkt, vielmehr teilen Vorreiter-Unternehmen der agilen Transformation in Impulsvorträgen ihre Erfahrungen mit Agilität auf ungeschönte und (teilweise schonungslos) offene Weise. Es geht um Lernerfahrungen und somit neben erfolgreichem Handeln und daraus abgeleiteten Workhacks auch um das, was nicht funktioniert hat und wo man momentan „hängt“. Bei ungezwungener Atmosphäre ist der Austausch unter den Teilnehmern besonders lebendig. Letztlich erhalten die Besucher hier genau die besagte mentale Unterstützung, die ihnen dabei hilft, den Transformations-Marathon zu bewältigen.

Trendthema: Agile Organisations- und Führungsstrukturen

Die Frage, wie agile Organisations- und Führungsstrukturen aussehen können, wurde auf der nunmehr achten Agile HR Conference am häufigsten diskutiert. „Die Unternehmen sind inzwischen aus der agilen Experimentierphase heraus und wissen, wie man agile Methoden und Tools anwendet. Jetzt geht es darum, agile Organisations- und Führungsstrukturen zu entwickeln. Das wird auch in Zukunft das Trendthema in Zusammenhang mit agilem Arbeiten sein“, sagt André Häusling. Insgesamt herrscht allgemeine Unklarheit darüber, wie agile Teams in den aktuellen Strukturen abgebildet werden sollen. Aber auch althergebrachte Glaubenssätze à la „Am Ende muss ich doch alles wieder selber machen.“ behindern die Organisationsentwicklung.

Agil geht nicht auf Zuruf

Ergo muss an der Haltung gearbeitet werden, die agilen Strukturen auch zu leben. Dass dies nicht auf Zuruf gelingt, wurde unter anderem im Vortrag von Daniela Wendling, Agile Transformation Manager bei der Akademie Deutscher Genossenschaften e. V. (ADG), und Arno Marx, Vorstandsmitglied der ADG, deutlich: „Die Befähigung und Begleitung der Menschen in der Transformation ist ein zentraler Erfolgsfaktor. Den Menschen sollte daher Zeit gegeben und ihre Unsicherheiten sollten ernst genommen werden. Vielfach reicht es schon aus, wenn sie spüren, dass sie mit ihren Ängsten gesehen werden“, so die Referenten.

Führungskräfte in der Identitätskrise

Ängste in der Transformation wurden auf der Konferenz – insbesondere auch bezogen auf die Führungskräfte – häufig thematisiert. Den Erfahrungen der Unternehmen zufolge geraten diese ob ihrer veränderten Rolle, die vielfach noch nicht definiert ist, regelrecht in eine Identitätskrise. Das zeigte zum Beispiel der selbstkritische Beitrag von Christian Sögtrop, CSO der mcs Promotion GmbH. „Alte Führungsdogmen funktionieren im agilen System nicht. Doch wenn man sie jahrelang gelebt hat, holen sie einen unbewusst immer wieder ein“, berichtete er. Führung im agilen Umfeld müsse als Dienstleistung verstanden werden. Wesentliche Aufgaben seien dabei, den Mitarbeitern den Sinn und Zweck der Veränderungen klar zu machen und sie in der Transformation immer wieder „aufzurichten“. Dass Führung in neuer Form im Selbstorganisations-Prozess von Anfang an eingebunden sein sollte, macht der Impulsvortrag von Anne Grobe, Leiterin Personalentwicklung und Talentmanagement bei der comdirect bank AG, und ihrer Kollegin Tanja Brunnecker mehr als deutlich. Aufgrund eines Sabbaticals hat sich Grobes Team ein halbes Jahr ohne Führung selbstorganisiert – mit der Folge, dass die Führungskraft nach ihrer Rückkehr einem krassen Rollenkonflikt ausgesetzt war und es zu erheblichen Spannungen zwischen ihr und dem Team kam. Klares Commitment ist für Selbstorganisation wichtig, lautet demnach eine der Erkenntnisse der comdirect bank aus ihrem Experiment. Und: Selbstorganisation ist ein kontinuierlicher Entwicklungsprozess. Der Transformations-Marathon geht also weiter.

Und er ist – wie André Häusling ebenso am Anfang der Konferenz sagte – Qual und Faszination zugleich.

Weitere Informationen:

www.agile-hr-conference.com und www.hr-pioneers.com
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