Dienstag, 17. Oktober 2017


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OEKO-TEX® Zertifikate und REACh-Konformität

Neue OEKO-TEX® Prüfkriterien treten am 1. April endgültig in Kraft

Zürich, (lifePR) - Die zu Jahresbeginn von der Internationalen OEKO-TEX® Gemeinschaft veröffentlichten, neuen Prüfkriterien für die Produktzertifizierung nach OEKO-TEX® Standard 100 sind nach Ablauf der dreimonatigen Übergangsfrist am 1. April für alle Zertifizierungsvorgänge endgültig in Kraft getreten. In diesem Zusammenhang weist die OEKO-TEX® Gemeinschaft alle Unternehmen ausdrücklich darauf hin, dass eine OEKO-TEX® Zertifizierung auch alle textilrelevanten Substanzen der ECHA-Kandidatenliste mit besonders besorgniserregenden Stoffen (SVHC) abdeckt - inklusive der zuletzt am 15. Dezember 2010 im Rahmen der REACh- Gesetzgebung ergänzten acht Chemikalien. Darüber hinaus wird auf jedem OEKO-TEX® Zertifikat bestätigt, dass die zertifizierten Artikel die geltenden Anforderungen des Anhangs XVII der REACh- Verordnung bezüglich beschränkter Substanzen wie Azo-Farbstoffen oder Nickel erfüllen.

Der OEKO-TEX® Standard 100 sorgt mit seinen umfangreichen, jährlich aktualisierten Prüfkriterien bereits seit 1992 für einen effektiven Ausschluss unerwünschter Substanzen bei der Herstellung von Textilprodukten aller Art und geht in seinen humanökologischen Anforderungen teilweise deutlich über gesetzliche Vorgaben hinaus. Seit Beginn der Umsetzung der REACh-Verordnung beobachtet die OEKO-TEX® Gemeinschaft mit besonderem Augenmerk auch die Identifizierung und Veröffentlichung von SVHC-Substanzen in der Kandidatenliste. Sollten neue Kandidatenstoffe für die Textilproduktion relevant sein und im Kriterienkatalog noch nicht als eigenständige Prüfparameter aufgelistet sein, prüft OEKO-TEX® eine explizite Aufnahme, um eine bessere Vergleichbarkeit mit anderen Schadstoffvorgaben zu gewährleisten. So sind seit Anfang des Jahres beispielsweise kurzkettige (C10 bis C13) Chlorparaffine und Tris(2-chlorethyl)phosphat namentlich im OEKO-TEX® Kriterienkatalog aufgeführt, obwohl beide Chemikalien-Gruppen schon seit langem als Flammschutzmittel für Bekleidungstextilien beim OEKO-TEX® Standard verboten sind.

Gemäß den aktuellen Vorgaben der REACh-Verordnung besteht für alle Unternehmen innerhalb der EU eine unmittelbare Informationspflicht gegenüber Kunden und dem Endverbraucher sowie ab 1. Juni 2011 auch eine Mitteilungspflicht gegenüber der ECHA, wenn die produzierten Waren SVHC-Substanzen in einer Menge von mehr als 0,1 Massenprozent enthalten und die Gesamtmenge von einer Tonne pro Jahr überschritten wird.

Die aktuellste Fassung der ECHA-Kandidatenliste mit SVHC-Stoffen sowie die bisher veröffentlichten Empfehlungen zur Aufnahme von SVHC-Substanzen in Anhang XIV der REACh- Verordnung finden Sie im Internet unter nachfolgenden Adressen:

- http://echa.europa.eu/chem_data/authorisation_process/candidate_list_table_en.asp
- http://echa.europa.eu/chem_data/authorisation_process/annex_xiv_rec_en.asp

Nähere Informationen zu den neuen OEKO-TEX® Prüfkriterien und zum Thema REACh- Konformität erhalten Sie bei den Mitgliedsinstituten der Internationalen OEKO-TEX® Gemeinschaft
(www.oeko-tex.com/institute).

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