"PUZZLE: RAUMZONE 5"

Projekt der Klasse für Intermedia der Hochschule für Grafik und Buchkunst für die Galerie für Zeitgenössische Kunst Leipzig

(lifePR) ( Leipzig, )
Eröffnung: 18. Juni, 19.00 Uhr
Dauer: 19.06.2010 - 30.01.2011
Öffnungszeiten: Di - Fr 14.00-19.00, Sa - So 12.00-18.00
Ort: GfZK Leipzig
Kuratorin PUZZLE: Julia Schäfer
Betreuer RAUMZONE 5: Alba D'Urbano und Stefan Hurtig

Für die Ausstellung PUZZLE werden zehn verschiedene Gruppen (Förderkreismitglieder, Restauratorinnen, das Vermittlungsteam der GfZK, Studierende der KLASSE FÜR INTERMEDIA der HGB, etc.) über ein halbes Jahr verteilt jeweils eine Raumzone im Neubau der GfZK bespielen. Alle Beteiligten haben dabei einen direkten oder indirekten Bezug zur Sammlung des Hauses. PUZZLE ist eine sich - in unregelmäßigen Abständen - stetig verändernde Ausstellung, die sich mit Aspekten der Vermittlung einer Sammlung und dem Umgang mit dieser auseinander setzen.

Zu den zehn eingeladenen Gruppen gehört auch die KLASSE FÜR INTERMEDIA (HGB) unter der Leitung von Prof. Alba D'Urbano. Schwerpunkt der Ausbildung dieser Klasse ist die konzeptionelle Entwicklung künstlerischer Projekte. Das Kunstsystem, seine Rituale und Erscheinungsformen bilden im Rahmen der Klassenarbeit ein wesentliches Untersuchungsgebiet.

Die Studierenden haben während der letzten zwei Semester Projekte entwickelt, die in einer breiten medialen und inhaltlichen Auseinandersetzung u.a. folgenden Fragen nachgingen:

- Was ist eine Kunstsammlung?
- Was ist der Unterschied zwischen öffentlichen und privaten Sammlungen?
- Wie kommen diese zustande?
- Was sind die gesellschaftlichen und historischen Voraussetzungen für ihre Bildung?
- Nach welchen Kriterien wird ausgewählt?

Der KLASSE FÜR INTERMEDIA wurde die RAUMZONE 5 angeboten, um künstlerische und kuratorische Konzepte in Beziehung zur Sammlung zu entwickeln. Während dieser zwei Semester entstand, in enger Zusammenarbeit mit Julia Schäfer, verantwortliche Kuratorin der GfZK, eine Reihe von Arbeiten, die sich sowohl theoretisch wie auch praxisorientiert als Puzzleteil in den Gesamtkontext der Ausstellung einfügen.

Ausgangspunkt für die Installation von Sabine F. sind nicht die Kunstwerke oder die Sammlung, sondern die Materialien, die verwendet werden, um die Kunstwerke zu verschicken oder zu lagern - um sie zu schützen. Das Außen (die Verpackung) gibt einen Hinweis auf ein wertvolles Innen. Der Innenraum wird durch seine Umdeutung neu definiert.
Installative Überlegungen spielen eine wichtige Rolle in der Arbeit von Angelika Waniek.
Jedoch wird hier der Raum durch unterschiedliche Farbkodierungen neu interpretiert: Er wird zur Bühne und zum Hintergrund für die Inszenierung einer Lecture-Performance, welcher die Sammlung samt ihrem Katalog mit den jeweiligen Textbeschreibungen zugrunde liegt. Die performativen Handlungen, die hingegen in der Arbeit von Stefan Hurtig vollführt werden, haben zum Ziel, einige Video-Clips zu produzieren, in denen er selbst die GfZK und ihre Sammlung besingt. Die so entstandenen Videos wird er zusammen mit ausgewählten Sammlungsarbeiten als Installation präsentieren. Auf vollständige Abwesenheit der Sammlungskunstwerke baut Guillermo Fiallo Montero seine Installation, in der die Kunstwerke nur durch Erzählungen einiger Mitarbeiter und Fördermitglieder der GfZK erfahrbar werden. Mit Befragungen und Interviews arbeitet auch Meta B. Einwald: Sie zeichnet ihre Daten nicht mit Video auf, sondern sammelt diese in schriftlicher und tabellarischer Form. Bei ihr stehen nicht die Kunstwerke sondern der/die Künstler/in als Mensch im Vordergrund mit seinen/ihren Hoffnungen und Wünschen (ökonomische, ideelle, marktstrategische), welche er/sie mit der Aufnahme seines/ihres Werkes in die Sammlung verbindet. Franziska Jyrch beschäftigt ebenfalls der menschliche Faktor in der jeweiligen Beziehung zur Sammlung. Sie fokussiert dabei das Thema des Erinnerns, bzw. des Vergessens. Für ihr Projekt wird sie mit den auf die einzelnen Kunstwerke bezogenen Erinnerungen der GfZK-Sammlungsverwalterin arbeiten.

Da die Ausstellung PUZZLE eine sich in ihrer Laufzeit verändernde Ausstellung ist, wurde entschieden, dass jeder der Studierenden das eigene Projekt für die gesamte zur Verfügung gestellte RAUMZONE 5 entwirft und dass im Lauf der gesamten Ausstellungsdauer die verschiedenen Arbeiten aufeinander folgen. Aus diesem Grund wird es ca. alle sechs Wochen eine neue Eröffnung geben; die jeweiligen Projekte sind für ca. fünf Wochen sichtbar.

Angelika Waniek: (Dauer 18.6. bis 01.08.)
Sabine F.: (Dauer 06.08. - 05.09.)
Stefan Hurtig: (Dauer 10.09. - 17.10.)
Guillermo Fiallo Montero: (Dauer 22.10. bis 21.11.)
Meta B. Einwald: (Dauer 26.11. bis 26.12.)
Franziska Jirch: (07.01. bis 30.01.2011)
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