Sonntag, 17. Dezember 2017


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Goldener Studenten-Oscar geht an Absolvententeam der Hamburg Media School

Hamburg, (lifePR) - Bereits am 14. September erfuhr das Team von „Watu Wote“ von der Academy of Motion Picture Arts and Sciences, dass sie zu den drei Gewinnern des Student Academy Award 2017 gehören. Bei der Preisverleihung am 12. Oktober erfuhren sie nun, dass sie den 1. Platz belegten und konnten die goldene Statue entgegennehmen. Mit „Watu Wote“ schlossen die Absolventen 2016 ihr Masterstudium an der Hamburg Media School (HMS) ab.

Der HMS-Film “Watu Wote” ist der beste Film in der Kategorie "Narrative (International Film Schools)" der 44th annual Student Academy Awards. Ihre genaue Platzierung erfuhren Julia Drache (Drehbuch), Katja Benrath (Regie), Felix Striegel (Kamera) und Tobias Rosen (Creative Producer) bei der Preisverleihung am 12. Oktober im Samuel Goldwyn Theater in Beverly Hills. „Es ist ein überwältigendes Gefühl, den goldenen Oscar in der Sparte „Ausländischer Film“ gewonnen zu haben. Wir sind stolz und es bewegt uns sehr, dass unser Film so viele Menschen überzeugt und über kontinentale Grenzen hinweg universell berührt“, sagt Katja Benrath, die als Regisseurin den Preis entgegennahm. „Außerdem freut es mich für das große interkulturelle Team, das durch die schwierigsten Situationen hinweg an einem Strang gezogen hat. Wenn dieser Preis dazu beiträgt, dass wir alle diesen Beruf, den wir so sehr lieben, weiter ausüben können, dann ist alles gewonnen.“

„Watu Wote“ spielt im Norden Kenias, in einer Region, die seit Jahrzehnten von Terroranschlägen der islamischen Al-Shabaab erschüttert wird. Der Film erzählt die Geschichte einer Christin, die sich nach der Ermordung ihrer Familie auf eine mehrtägige Busreise begibt. Als Al-Shabaab Milizen den Bus überfallen und einige Insassen erschießen, schützen die muslimischen Mitreisenden die christliche Frau und fordern die Terroristen heraus. Die Christin und die meisten anderen Reisenden überleben und der Bus entkommt. Der Film zeigt zum einen auf eindrückliche Weise die von Misstrauen, Vorurteilen und Angst geprägte Atmosphäre zwischen Christen und Muslimen im Norden Kenias. Zum anderen zeugt die Geschichte, die auf einer wahren Begebenheit basiert, von einem überkonfessionellen menschlichen Zusammenhalt und weist über den Einzelfall hinaus. „Die Geschichte war für uns eine, die in ihrer Universalität und Aktualität eine Aussage trifft, die zeitgerechter kaum sein kann“, so Tobias Rosen, Creative Producer des Films.

Auch Katharina Fegebank, Senatorin für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung freut sich über den Preis: „Ich gratuliere der Hamburg Media School und dem Team von "Watu Wote" ganz herzlich zu diesem grandiosen Erfolg. Der Studenten-Oscar ist einer der größten Preise, den angehende Filmschaffende bekommen können – das gesamte Team kann zu Recht stolz auf sich sein. Dabei ist es auch die Geschichte des Films, die einen zutiefst berührt, inspiriert und in der heutigen Zeit Mut macht. Die Auszeichnung wird der Hamburg Media School einen weiteren Schub geben und die internationale Sichtbarkeit weiter stärken.“

Prof. Richard Reitinger, Leiter des Filmstudiums und künstlerischer Leiter der HMS, ist begeistert von dem Erfolg: „Mit unserem Film „Watu Wote“, der auf einem wahren Ereignis basiert, das 2016 Menschen in aller Welt inspiriert hat, wollten wir diesen einmaligen Moment der Hoffnung und der Versöhnung zwischen Menschen und Religionen verewigen - und mit diesem goldenen Studenten-Oscar ist das jetzt wahr geworden.“

„Watu Wote“ wurde bereits mit dem Studio Hamburg Nachwuchspreis und dem Nachwuchspreis des Deutschen Kamerapreises ausgezeichnet und gewann den FIRST STEPS Award 2017 in den Kategorien „Kurz- und Animationsfilm“ und den „NO FEAR Award“.  Mit dem Preis für den Besten Kurzfilm beim Bermuda International Film Festival qualifizierte sich der Film bereits für die Einreichung für den Kurzfilm Oscar.

Studenten-Oscar – Preise und Nominierungen der Hamburg Media School

2003 gewann „Die rote Jacke“ von Florian Baxmeyer (Regie), Elke Schuch (Drehbuch), Kai Lichtenauer (Creative Producer) und Marcus Kanter (Kamera) in der Kategorie Live Action Short Film. Zwei Jahre später erhielt die Regisseurin Ulrike Grote in derselben Kategorie den Studenten-Oscar für ihren Film „Ausreisser“, den sie zusammen mit Linus Foerster (Drehbuch), Constantin Castell (Creative Producer) und Ute Freund (Kamera) drehte. Mit ihrem Abschlussfilm „Land gewinnen“ war das Team Fabian Wiemker (Drehbuch) Yildiz Özcan (Creative Producer), Marc Brummund (Regie) und Bettina Herzner (Kamera) für die Kategorie Foreign Films im Jahr 2006 nominiert. 2011 nahmen Max Zähle (Drehbuch & Regie), Stefan Gieren (Creative Producer) und Sin Huh (Kamera) den Studenten-Oscar in Bronze für ihren Abschlussfilm „Raju“ entgegen, ein Jahr später waren sie für den Kurzfilm-Oscar nominiert. 2013 waren Marie-Therese Thill (Drehbuch), Matthias Zuder (Regie), Thomas Förster (Kamera) und Annika Steffens (Creative Producer) mit ihrem Abschlussfilm „Erbgut“ für den Studenten-Oscar nominiert, im Jahr darauf gehörte „Wo wir sind“ von Georg Lippert (Drehbuch), Ilker Çatak (Regie), Johannes Kreuser (Kamera) und Jakob Deutsch (Creative Producer) zu den Nominierten. 2015 gewann „Sadakat“ von Georg Lippert (Drehbuch), Ilker Çatak (Regie), Florian Mag (Kamera) und Alexandra Staib (Creative Producer) bei den Academy Awards den Studenten-Oscar in Gold.

HMS Hamburg Media School GmbH

Die Hamburg Media School bildet seit 2003 Studierende auf hohem Niveau zu Medienmanagern, Journalisten und Filmschaffenden aus. Neben den drei Masterstudiengängen bietet die HMS in Kooperation mit der Leuphana Universität Lüneburg den Bachelorstudiengang "Digital Media", ein umfangreiches Weiterbildungsprogramm - vor allem im Online Marketing - sowie das Fortbildungsprogramm "Digitale Medien für Flüchtlinge". Träger der HMS ist eine Public-private-Partnership - bestehend aus der Stiftung mit zahlreichen renommierten Verlagen, Sendern und Medienunternehmen, der Freien und Hansestadt Hamburg, der Universität Hamburg sowie der Hochschule für bildende Künste. Wichtige Aspekte der HMS sind der hohe Praxisanteil und die Internationalität der Ausbildung. Ein hochkarätiges Team aus Dozentinnen und Dozenten der Wissenschaft und Praxis bereitet die Studierenden exzellent und umfassend auf die Herausforderungen einer immer globaler agierenden Branche vor.

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