Hessische Hochschulen erarbeiten zweite CO2-Bilanz mit HIS

(lifePR) ( Hannover, )
Die Einladung zu einem Vortrag in Brasilien ist das Schlimmste, was einem deutschen Forscher passieren kann - aus Perspektive des Klimaschutzes. Denn Flüge und Exkursionen nach Übersee erzeugen natürlich viel CO2. Aber sollen Forscher als Ausgleich dafür vielleicht auf das Heizen verzichten? Eine Lösung für dieses Dilemma sucht das Land Hessen und beauftragte deshalb vor kurzem zum zweiten Mal die HIS GmbH mit der Erstellung einer CO2-Bilanz für alle hessischen Hochschulen. Diese verdeutlicht den tatsächlichen Energieverbrauch, ermöglicht einen hochschulübergreifenden Vergleich und liefert damit eine wichtige Grundlage zur Verringerung der Emissionen, so dass Spitzenforschung und Umweltschutz im Einklang sind - ohne dass jemand frieren muss.

Im September bewilligte das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst die Fortführung des Projekts. Bereits 2009/2010 erstellte die HIS Hochschul-Informations-System GmbH ein Energiebenchmarking und eine erste Energiebilanz für alle 12 staatlichen Fachhochschulen, Universitäten sowie Kunst- und Musikhochschulen des Landes basierend auf Daten von 2008.

Bis Ende dieses Jahres werden die Hochschulen mit HIS nun die zweite Bilanz mit Daten aus dem Jahr 2009 erarbeiten. Derzeit laufen die Erhebungen. Ergebnisse wird die HIS GmbH den Hochschulen Anfang 2011 vorstellen und gemeinsam mit diesen diskutieren. "Der Energieverbrauch durch Strom und Wärme ist nur die Spitze des Eisbergs", fasst Joachim Müller, stellvertretender Leiter des Arbeitsbereichs Hochschulinfrastruktur der HIS GmbH, die Ergebnisse der ersten Bilanz zusammen. Hier zeigten sich für die CO2-Belastung deutliche Unterschiede zwischen den Hochschulen.

Detailliert erfasste die HIS GmbH für die 2008er Bilanz einzelne Energieverläufe an den verschiedenen Standorten - vom Energieeinkauf und der Eigenerzeugung bis hin zur Nutzung selbiger oder Lieferung an Dritte. Mit der Energiebilanz an hessischen Hochschulen hat HIS ein transparentes, methodisch gut nachvollziehbares Verfahren geschaffen, das den Hochschulen die Möglichkeit zu einem echten Vergleich ihrer Energieflüsse bietet.

Den größten Mehrwert für die Hochschulen sieht Ralf-Dieter Person von der HIS GmbH jedoch nicht allein in den Zahlen der Bilanz. Viel wichtiger sei der Blick auf die Zusammenhänge, der bei allen Beteiligten durch die Arbeit an der Energiebilanz geschärft wird: "Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter betrachten den Energieverbrauch für ihre Hochschule sehr viel differenzierter - von der Erzeugung bis zum Einsatz der Energie - und können sich über ihre Zuständigkeiten hinaus mit anderen austauschen", meint Person.

Die HIS CO2-Bilanz der Hochschulen ist Teil des Projekts "CO2-neutrale Landesverwaltung" im Rahmen der Nachhaltigkeitsstrategie des Landes Hessen. Danach will die hessische Landesregierung bis 2030 CO2-neutral agieren.
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