Daten zur Wirtschaftslage

(lifePR) ( Wiesbaden, )
Die Wirtschaftslage im dritten Quartal 2011 weist ein differenziertes Bild auf, wie die Ergebnisse der hier betrachteten Wirtschaftsstatistiken verdeutlichen. Wie das Hessische Statistische Landesamt mitteilt, trat - nachdem die hessische Industrie im Hinblick auf den Frühindikator "Auftragseingänge" im ersten Quartal im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresquartal noch deutliche Zuwächse verzeichnen konnte - im zweiten Quartal eine Normalisierung ein, und im dritten Quartal war nahezu eine Stagnation (plus 0,3 Prozent) festzustellen; dabei legten im dritten Quartal die Aufträge aus dem Inland zu (plus 3,7 Prozent), während diejenigen aus dem Ausland zurückgingen (minus 2,4 Prozent). Einen ähnlichen Verlauf wiesen die realen Umsätze der hessischen Industrie auf. Weiterhin positiv entwickelte sich der Spätindikator "Beschäftigung".

Im Vergleich hierzu stellt sich die Situation im hessischen Bauhauptgewerbe deutlich besser dar. Dort waren nach wie vor hohe Zuwachsraten bei den Auftragseingängen und den Umsätzen festzustellen, wenngleich die Raten im dritten Quartal nicht mehr so hoch ausfielen wie im zweiten Quartal. Besonders erfreulich war die Beschäftigungssituation.

Nach den sehr hohen Zuwächsen in den ersten beiden Quartalen 2011 weist das Baugenehmigungsgeschehen in Hessen wieder Normalisierungstendenzen auf. Das Hochbauvolumen nahm im dritten Quartal 2011 gegenüber dem dritten Quartal 2010 um 7,6 Prozent oder 88 000 m² auf 1 253 000 m² zu. Dies lässt hoffen, dass sich das Bauhauptgewerbe weiterhin positiv entwickeln kann. Zuwächse gab es dabei sowohl im Wohnbau- als auch im Nichtwohnbausegment.

Im hessischen Einzelhandel (ohne Kfz-Handel) hielt die positive Umsatzentwicklung aus den beiden ersten Quartalen des Jahres 2011 an, wenn auch in abgeschwächter Form. Im dritten Quartal 2011 ergab sich im Vorjahresvergleich ein reales Umsatzplus von 1,3 Prozent. Im Bereich "Kfz-Handel" war zwar noch ein vergleichsweise hohes Umsatzplus feststellbar, jedoch lagen die Zuwachsraten in den beiden vorangegangenen Quartalen deutlich höher.

Das günstige wirtschaftliche Umfeld wirkte sich nach wie vor positiv auf den Arbeitsmarkt aus. Im Durchschnitt des dritten Quartals 2011 lag die Zahl der Arbeitslosen im Vergleich zum Vorjahresquartal mit rund 180 200 um 13 850 oder 7,1 Prozent niedriger. Die Arbeitslosenquote in Hessen lag bei 5,8 Prozent (drittes Quartal 2010: 6,2 Prozent). Die positive Entwicklung der Erwerbstätigenzahl setzte sich auch im zweiten Quartal 2011 mit einem Plus von 1,2 Prozent fort.

Auch die Zahl der Insolvenzen profitierte von der allgemein günstigen Wirtschaftslage: Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen nahm im dritten Quartal 2011 gegenüber dem Vorjahresquartal um sechs Prozent ab. Damit setzte sich der seit anderthalb Jahren zu beobachtende Rückgang fort. Auch die Zahl der Verbraucherinsolvenzen war im Beobachtungszeitraum rückläufig; sie ging um knapp acht Prozent zurück.

Die im Vergleich zum Vorjahresquartal gemessene Inflationsrate überschritt mit einem Wert von 2,2 Prozent im dritten Quartal 2011 - wie bereits im zweiten Quartal - den geldpolitisch bedeutsamen Schwellenwert der Europäischen Zentralbank von zwei Prozent. Deutliche Preissteigerungen gab es u. a. im Bereich "Haushaltsenergie" sowie bei den Kraftstoffen. Preisrückgänge gab es vor allem in den Bereichen "Nachrichtenübermittlung" und "Unterhaltungselektronik".

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Dieser Textbeitrag ist in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift des Hessischen Statistischen Landesamtes, "Staat und Wirtschaft in Hessen", Heft Dezember veröffentlicht. Die monatlich erscheinende Zeitschrift kann einzeln oder im Jahresabonnement bezogen werden. Eine elektronische Version ist als kostenpflichtiger Download erhältlich.
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