Hilfsorganisationen starten gemeinsame Winterhilfe

Flüchtlinge in Bosnien und Herzegowina / action medeor, Help und NAK-karitativ verteilen Hilfsgüter in Lipa

(lifePR) ( Lipa/Bonn/Tönisvorst/Dortmund, )
Erstmals leisten die Hilfsorganisationen action medeor und Help – Hilfe zur Selbsthilfe gemeinsam Nothilfe für die geflüchteten Menschen in Bosnien und Herzegowina. Auch der langjährige Partner von Help, NAK-karitativ, das Hilfswerk der Neuapostolischen Kirchen Deutschlands, unterstützt das Hilfsprojekt. Die Situation ist dramatisch: Bei Minusgraden harren die Menschen im Freien aus, ohne Winterkleidung, entsprechende Schuhe und medizinische Versorgung. Heute starten Help, action medeor und NAK-karitativ die gemeinsame Winterhilfe und verteilen warme und regenfeste Stiefel, Schlafsäcke, Hygienepakete und Salben gegen Hautkrankheiten. „Mit gebündelten Kräften erreichen wir so die Geflüchteten im Land. Wir freuen uns über diese starke Partnerschaft. Jetzt ist Solidarität und angesichts der Temperaturen schnelle Hilfe gefragt“, sagt die Geschäftsführerin von NAK-karitativ, Tatjana Augustin.

Ein paar Hundert Flüchtlinge konnten bereits in das wiedereröffnete Flüchtlingslager in Lipa zurückkehren, das zuvor abgebrannt war. Das Militär hat erste Zelte und Suppenküchen wiedererrichtet. Mehrere Tausend geflüchtete Menschen campieren aber noch in den Wäldern im EU-Grenzgebiet. Help, action medeor und NAK-karitativ versorgen die Flüchtlinge in der Region um Lipa.

„Die Zustände, unter denen die Menschen rund um Lipa leben müssen, sind menschenunwürdig“, sagt Sid Peruvemba, Vorstandssprecher von action medeor. Die hygienischen Bedingungen seien bedenklich, Nässe und Kälte breiteten sich aus, die Geflüchteten würden nur notdürftig medizinisch versorgt. „Die Menschen werden schlicht allein gelassen, unsere Hilfe ist nun humanitär geboten“, so Peruvemba.

Die humanitäre Lage an der Grenze zur EU bleibt angespannt. Es ist höchste Zeit, dass die Menschenrechtskonventionen der Vereinten Nationen und das Flüchtlingsrecht angewendet werden. „Die Menschen haben ein Anrecht darauf, dass ihr Asylgesuch geprüft wird“, fordert Karin Settele, Geschäftsführerin von Help – Hilfe zur Selbsthilfe. „Es ist nicht tragbar, dass die geflüchteten Menschen an der Grenze zu Europa misshandelt und ihnen etwa ihre Kleidung, Schuhe und ihr Geld abgenommen werden. Wir fordern, die Menschen endlich anständig und ihrem Recht entsprechend zu behandeln“, so Settele weiter.
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