Dienstag, 28. Februar 2017


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Wer macht was wo?

Globaler Durchblick zu Lasten der Privatsphäre

(lifePR) (Hannover, ) Geografische Informationssysteme entwickeln sich zu globalen Überwachungsanwendungen. Was die Logistik voranbringt, kann die Privatsphäre am Arbeitsplatz komplett aushebeln, warnt das IT-Profimagazin iX [2] in seiner aktuellen April-Ausgabe.

Kombiniert mit RFID-Sensoren, dem Mobilfunkstandard GSM und dem Satellitennavigationssystem GPS werden geografische Informationssysteme wie Google Earth zu komplexen Überwachungsanwendungen. Sie bilden die natürliche Welt zeitnah und detailgetreu in einem IT-System ab und erleichtern so die Übersichtlichkeit in Liefernetzwerken. Verantwortliche in Reedereien, im Flugverkehr und in Speditionen können auf diese Weise sehen, wo sich ihre Flotte aktuell befindet und auf kurzfristig eintretende Ausnahmen angemessen reagieren. Verfügen die Applikationen zusätzlich über Müdigkeitssensoren und/oder Gesichtserkennung, können Kapitäne, Piloten und LKW-Fahrer frühzeitig alarmiert und Unfälle vermieden werden.

Auch die Frachtverfolgung mittels RFID bringt für Unternehmen wie Kunden Vorteile. Nach Eingabe der Sendungsnummer können Pakete geortet werden und die Kunden haben die Möglichkeit, die einzelnen Abfertigungsschritte online zu verfolgen. Werden zum Beispiel Arzneimittelflüsse visualisiert, können Behörden zudem Unregelmäßigkeiten aufspüren, etwa einen Aufkauf von Großmengen, die auf dem regulären Markt nicht wieder auftauchen.

Aber es gibt auch Nachteile: Dann nämlich, wenn die Überwachung bis auf den einzelnen Arbeitsplatz heruntergebrochen wird. "Spätestens an dieser Stelle wird es zumindest in Ländern mit halbwegs ernst zu nehmenden Datenschutzgesetzen knifflig", mahnt iX-Redakteur Jürgen Diercks. "Denn potenziell legen derartige Anwendungen alles offen. Wer wann was mit wem besprochen hat, bleibt kein Geheimnis. Jede Aktion, jede Qualifikation, jede Fehlzeit lässt sich sauber dokumentieren - ein perfektes Instrument zur Arbeitnehmerüberwachung. Hier sind Betriebs- und Personalräte gefordert."

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