Grotesk und überraschend: Wie das Leben eben

Heiglhoftheater präsentiert "Die Heirat" von Nikolai Gogol

(lifePR) ( Unterhaching, )
"Mir wird nichts anderes übrig bleiben, als mir das allerunschuldigste Sujet auszudenken, das nicht einmal der Quartalsaufseher übel nehmen kann. Was aber wäre eine Komödie ohne Wahrheit und Bosheit!"

So schrieb Nikolai Gogol 1833 in einem Brief, nachdem eines seiner Stücke von der Zensur beanstandet worden war. Er wandte sich dem Komödienthema schlechthin zu - der Heirat. Die Wahl des perfekten Partners war und ist ein ganz besonders schwieriges Unterfangen. Das Heiglhoftheater zeigt Gogols ungewöhnliches Lustspiel über die wirklich wichtigen Fragen des Lebens in sieben Aufführungen an zwei Spielstätten - die Premiere geht am Donnerstag, 16. Oktober 2014 (20 Uhr) in der Pasinger Fabrik über die Bühne.

Zum Stück

Mit großer Anstrengung gelingt es Ilja Kotschkarjow, seinen unentschlossenen Freund Podkolessin zum Besuch einer potenziellen Partnerin zu überreden. Doch wer sich seine Zukünftige über eine Partnervermittlung sucht, muss mit einem ganzen Haufen von Konkurrenten rechnen. So treffen im Haus der jungen Agafja sechs Männer aufeinander, die allesamt nur zu gerne deren Ehemann werden würden. Die ausnahmslos schrägen Herren suchen allerdings nicht nach der wahren Liebe, sondern gieren nach Statussymbolen, Sex, Reichtum. Kotschkarjow macht sich einen Spaß daraus, die Freier auflaufen zu lassen und überzeugt Agafja davon, dass Podkolessin der Richtige ist. Doch der ist auf einmal gar nicht mehr so sicher, ob Heiraten überhaupt eine gute Idee ist...

Zum Autor

Wenn man so mancher Darstellung seiner Zeitgenossen Glauben schenken darf, hätte Nikolai Gogol (1809-1852) in seinen eigenen Dramen selbst eine wundervolle, groteske Figur abgegeben. Er hatte eine schlechte Haut, eine übermäßig lange, spitze Nase und war allem Anschein nach ein unzugänglicher, schwieriger Charakter. Er beschrieb die Verkommenheit der russischen Gesellschaft - schonungslos, mit einem deutlichen Hang zu Ironie und Satire. Mit beißendem Spott stellte er die Korruption und Großspurigkeit der Höhergestellten bloß. Auch heute sollten wir uns ertappt fühlen, wenn Gogol die Lächerlichkeit dieser Menschen darstellt. Menschen, die sich selbstvergessen in ihren Scheinproblemen suhlen, weil es ihnen in Wahrheit viel zu gut geht. Mit "Die Heirat" (Premiere 1842) schuf Gogol eine temporeiche Komödie mit egozentrischen und skurrilen Charakteren, die ins jedes noch so kleine Fettnäpfchen treten.

Zum Team

Das Heiglhoftheater wurde am 17. Mai 1995 im Studentenwohnheim in der Heiglhofstraße 64 in München-Großhadern gegründet. "Die Heirat" (Regie: Lukas Nickel) ist das 36. Stück.

Diesmal spielen für Sie: Tim Dose, Markus Flüggen, Martha Frydryk, Petra Gudrat- Kuckertz, Sebastian Henkel, Alex Ivanov, Jennifer Lange, Andreas Müller, Theresa Tremmel, Jürgen Vollmer und Zimmi.

Die Termine

Pasinger Fabrik, August-Exter-Straße 1, 81245 München

Donnerstag, 16. Oktober 2014, 20.00 Uhr
Freitag, 17. Oktober, 20.00 Uhr
Samstag, 18. Oktober, 20.00 Uhr
Sonntag, 19. Oktober, 18.00 Uhr

Reservierungen
089-82929079 oder www.muenchenticket.de

Einstein Kultur, Einsteinstraße 42, 81675 München

Freitag, 16. Januar 2015, 20.00 Uhr
Samstag, 17. Januar, 20.00 Uhr
Sonntag, 18. Januar, 18.00 Uhr

Reservierungen
unter besuch@heiglhoftheater.de
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