Dienstag, 26. September 2017


  • Pressemitteilung BoxID 666719

Der Hausarzt im Zentrum der geriatrischen Versorgung

Westfalen-Lippe, (lifePR) - Der Hausärzteverband Westfalen-Lippe begrüßt die klare Positionierung der Ärztekammer Westfalen-Lippe gegen die Schaffung eines „Facharztes für Geriatrie“ und für die zentrale Rolle, die der Hausarzt bei der medizinischen Versorgung einer immer älter werdenden Gesellschaft einnehmen soll. Kammerpräsident Dr. Theodor Windhorst hatte sich gestern in einer Pressemitteilung dafür ausgesprochen, dass bei der geriatrischen Versorgung verstärkt der Hausarzt ins Blickfeld rücken müsse. Dieser habe die geriatrische Kompetenz, die Ärzte anderer Fachgebiete nur durch Zusatzqualifikationen erwerben würden, und den Versorgungsbereich Geriatrie im Überblick. Ein neu zu schaffender Facharzt für Geriatrie sei daher nicht die Lösung für die anstehenden Versorgungsprobleme.

„Es ist ein starkes Signal, dass sich Kammerpräsident Dr. Theodor Windhorst hier den Forderungen des Hausärzteverbandes anschließt! Wir treten schon lange für klare Strukturen in der geriatrischen Versorgung ein und wir können nur unterstreichen: Die Versorgung der älteren Menschen ist seit jeher eine Kernkompetenz des Hausarztes“, erklärt Anke Richter, 1. Vorsitzende des Hausärzteverbandes Westfalen-Lippe. „Geriatrie ist ein zentraler Bestandteil der Weiterbildung im Fach Allgemeinmedizin. Dadurch – und durch seine tägliche Arbeit – ist der Hausarzt umfassend für die Versorgung alter Patienten qualifiziert; er benötigt keine Zusatzqualifikationen. Dabei ist es unerheblich, ob der Hausarzt ohne oder mit einem Netz von Kollegen zusammenarbeitet.“ 

Richtig sei auch Windhorsts Forderung, dass für den Transfer zwischen den ambulanten und stationären Versorgungssektoren Strukturen entwickelt werden müssten, die dem Patienten dienen, betont Richter. „Dabei darf der Hausarzt nicht übergangen werden, ist er doch derjenige, der nicht nur die gesundheitlichen Hintergründe, sondern auch das soziale und familiäre Umfeld der alten Menschen kennt, weil er die Betroffenen zu Hause besucht.“

Im Zusammenhang mit den Versorgungssektoren spiele der Hausarzt zudem beim Entlassmanagement eine entscheidende Rolle. „Gerade im Hinblick auf Multimedikation und partizipative Entscheidungsfindung – also das gleichberechtigte, aktive Einbeziehen des Patienten – ist der Hausarzt nicht wegzudenken“, sagt Anke Richter.

Diese Pressemitteilungen könnten Sie auch interessieren

Die Baustellen des Klinikums hautnah erleben

, Gesundheit & Medizin, Städtisches Klinikum Karlsruhe GmbH

An vielen Stellen auf dem Campus in der Moltkestraße wird gebaggert, abgerissen und gebaut. Bauen inmitten eines klinischen Betriebs geht mit...

BPI zur Bundestagswahl

, Gesundheit & Medizin, Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie e.V.

Der Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie (BPI) erklärt anlässlich der gestrigen Bundestagswahl: „Auch wenn nach dem Wahlergebnis schwierige...

Multiple Sklerose und Krankheitsverarbeitung

, Gesundheit & Medizin, AMSEL e.V., Aktion Multiple Sklerose Erkrankter, Landesverband der DMSG in Baden-Württemberg e.V.

Am Mittwoch, den 11. Oktober, lädt AMSEL e.V. ab 18.30 Uhr zum Fachvortrag „Das Leben ist nicht fair – na und?“ ins DRK Vereinsheim, Lortzingstraße...

Disclaimer