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Pressemitteilung BoxID: 688661 (Haus & Grund Schleswig-Holstein - Verband Schleswig-Holsteinischer Haus-, Wohnungs- und Grundeigentümer e. V.)
  • Haus & Grund Schleswig-Holstein - Verband Schleswig-Holsteinischer Haus-, Wohnungs- und Grundeigentümer e. V.
  • Stresemannplatz 4
  • 24103 Kiel
  • http://www.haus-und-grund-sh.de
  • Ansprechpartner
  • Alexander Blažek
  • +49 (431) 6636-111

Haus & Grund zum Jahr 2018

Ländliche Räume stärken und Eigentumsbildung fördern

(lifePR) (Kiel, ) „Ohne den ländlichen Raum werden wir die Wohnraumversorgung nicht lösen können,“ sagte Alexander Blažek, Verbandsvorsitzender von Haus & Grund Schleswig-Holstein am Silvestertag im Ausblick auf das Jahr 2018. In den Ballungszentren Kiel, Lübeck und der Metropolregion um Hamburg stehe schlicht und ergreifend kein ausreichendes Bauland zur Verfügung, um die Nachfrage nach preisgünstigem Wohnraum zu befriedigen. Dieser sei im ländlichen Raum Schleswig-Holsteins vorhanden. Allerdings müsse der ländliche Raum attraktiver werden, um eine echte Alternative darzustellen. Die Breitbandoffensive der Jamaika-Koalition zur Digitalisierung Schleswig-Holsteins sei der richtige Schritt, gehe aber noch nicht weit genug. Auch die Verkehrsinfrastruktur müsse gestärkt werden, forderte Blažek, um den ländlichen Raum besser anzuschließen. Der Öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) müsse dazu ausgebaut werden, um Pendlern eine echte Wahl zum Auto anzubieten. Das sei angesichts der Unpünktlichkeit der Bahn und der Gefahr von Ausfällen bei jedem stärkeren Sturm bislang nicht der Fall.

„Das Land muss die Eigentumsbildung stärker fördern,“ forderte der Chef des mitgliederstärksten wohnungswirtschaftlichen Spitzenverbands die Landesregierung auf. Die eigenen vier Wände seien nach wie vor die beste Altersversorgung. Familien mit kleinen Einkommen den Weg in das Eigenheim zu ermöglichen, sei zudem zielgenauer als die herkömmliche soziale Wohnraumförderung, bei der eine hohe Fehlbelegung vorhanden sei. Zudem konkurriere der soziale Wohnungsbau in Märkten mit hoher Wohnungsnachfrage mit freifinanzierten Wohnungen. Das führe zu steigenden Baulandpreisen. Das zeigten jüngste Untersuchungen wie „Ideen für eine bessere Wohnungspolitik“ des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln auf. Kurzfristig helfe bedürftigen Mietern in Gebieten mit höheren Mieten eine Erhöhung des Wohngelds besser als die wirkungslose Mietpreisbremse, so Blažek abschließend.

Haus & Grund Schleswig-Holstein vertritt die Interessen des privaten Grundeigentums und hat landesweit rund 68.000 Mitglieder. Von den rund 1.442.000 Wohnungen in Schleswig-Holstein stehen rund 1.165.000 im Eigentum privater Eigentümer (Selbstnutzer und private Kleinvermieter), die damit über 80 Prozent der Wohnraumversorgung im Lande gewährleisten.