Mittwoch, 20. September 2017


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Vorträge am Sonntag im Haus der Wannsee-Konferenz

Berlin, (lifePR) - .
Vorträge am Sonntag
September 2017 - März 2018
im Haus der Wannsee-Konferenz
Gedenk- und Bildungsstätte

Ort: Haus der Wannsee-Konferenz
Am Großen Wannsee 56 - 58, 14109 Berlin

10. September 2017, 14.00 Uhr
Buchvorstellung und Gespräch am „Langen Tag der Freiheit“

Simon Wiesenthal: „Die Sonnenblume“ (2015) – Die Herausgeberin Nicola Jungsberger im Gespräch mit der Pfarrerin Katrin Rudolph und dem Rabbiner Boris Ronis

Sie sind ein KZ-Häftling. Ein sterbender SS-Soldat bittet Sie um Vergebung. Was tun Sie?

Vor dieser Entscheidung stand Simon Wiesenthal 1942. In seiner Erzählung „Die Sonnenblume“ schildert der Holocaust-Überlebende seinen Gewissenskonflikt, der ihn nicht mehr losließ. Ende der 1960er Jahre bat Wiesenthal zahlreiche Persönlichkeiten um Stellungnahmen und veröffentlichte diese zusammen mit der Erzählung in einem Buch, das er „Die Sonnenblume“ nannte.

Zu Wiesenthals 10. Todestag wurde es neu aufgelegt und von der Herausgeberin Nicola Jungsberger um 44 aktuelle Beiträge ergänzt. Es fordert jeden heraus, seine Haltung zu Vergebung und Versöhnung, Gerechtigkeit und Mitgefühl neu zu prüfen und zu artikulieren.

Nicola Jungsberger studierte angewandte Kunst in Paris und lebt als Bildhauerin und Szenenbildnerin in Berlin. Zwei ihrer Großonkel waren in Dachau inhaftiert, wollten aber nie darüber sprechen. Als sie 2008 „Die Sonnenblume“ entdeckte, überzeugte sie Wiesenthals Tochter von ihrer Idee, dieses in Deutschland weitgehend unbekannte Buch neu herauszugeben.

Katrin Rudolph, Pfarrerin der Evangelischen Markus-Gemeinde in Berlin-Steglitz, ist Vorsitzende des Steglitzer Netzwerks Erinnerungskultur und damit u. a. zuständig für die Stolpersteinverlegungen in diesem Bezirk.

Boris Ronis wurde in Czernowitz (Ukraine) geboren und lebt seit 1980 in Berlin. Er hat Jüdische Studien, Religionswissenschaften und Russistik (Slawistik) studiert und ist seit dem 30. November 2016 Gemeinderabbiner für die Synagoge Rykestraße.

Die Studentinnen der Philosophie an der Freien Universität Berlin Asta von Mandelsloh und Lia Nordmann stellen darüber hinaus ihr Konzept zum Einsatz der „Sonnenblume“ bei der Vorbereitung von Gedenkstättenfahrten vor.

Die Veranstaltung findet im Rahmen des Reformationsjubiläums statt.

Der Eintritt ist frei.
Aufgrund des begrenzten Platzangebotes bitten wir um eine Anmeldung unter: office@ghwk.de.

Weitere Veranstaltungen:

8. Oktober 2017, 14.00 Uhr
Vortrag
Anne-Kristin Hübner: Theodor Maunz. Eine Karriere zwischen Diktatur und Demokratie.
Biographie und Karriere des Juristen und Politikers Theodor Maunz (1901-1993).

5. November 2017, 11.00 Uhr
Buchvorstellung und Gespräch
Beate Niemann: „Ich lasse das Vergessen nicht zu“.
Im Jahr 2005 veröffentlichte Beate Niemann eine Biografie über ihren Vater, den Kriminaldirektor, SS-Sturmbannführer und zeitweiligen Gestapo-Chef von Belgrad Bruno Sattler.

3. Dezember 2017, 11.00 Uhr
Buchvorstellung und Gespräch
Beate Meyer: „Fritz Benscher. Ein Holocaust-Überlebender als Rundfunk- und Fernsehstar in der Bundesrepublik“.
Gespräch der Autorin Dr. Beate Meyer mit dem Filmhistoriker Rolf Aurich. "Leider hatte der ›Führer‹ keine großen Sympathien für mich." So umschrieb Fritz Benscher (1904 - 1970) die Jahre nach 1933 und seine Haft in Theresienstadt, Auschwitz und Dachau.

14. Januar 2018, 14.00 Uhr
Vortrag
Alexander Kliymuk: „Deutschland den Ostjuden!“ Das Ostjudenbild im antisemitischen Diskurs der Weimarer Republik.
Das Ostjudenbild im antisemitischen Diskurs der Weimarer Republik.
Welche Rolle spielten osteuropäisch-jüdische Migrant/innen in der Entwicklung des deutschen Antisemitismus zwischen 1918 und 1933?

11. Februar 2018, 14.00 Uhr
Vortrag
Eren Yildirim Yetkin: Die kurdischen Narrative im umkämpften Erinnerungsdiskurs zum armenischen Genozid.
100 Jahre sind seit dem Genozid an den Armeniern vergangen, und dennoch ist er in der öffentlichen Wahrnehmung heute hoch aktuell.

11. März 2018, 14.00 Uhr
Werkstattgespräch
Kerstin Stubenvoll: NS-Kolonialrevisionisten, die Besatzung Frankreichs und Belgiens und die Erhebung von Wissen zu Wirtschaft und Arbeit in Afrika.

Haus der Wannsee-Konferenz Gedenk- und Bildungsstätte


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