Samstag, 24. Februar 2018


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Die Sargherstellung ist eine Kunst

So wird's gemacht

Bad Honnef, (lifePR) - Kiste ist nicht gleich Kiste. Das gilt ganz besonders für den Sarg: Von einfach und klar strukturiert bis pompös und detailverliebt reichen die Möglichkeiten. „In Deutschland hergestellte Särge zeichnen sich durch eine große Auswahl an Holz- und Verarbeitungsarten aus. Aufgrund der hohen Standards können alle Vollholzsärge gleichermaßen für die Erd- wie auch für die Feuerbestattung verwendet werden“, erklärt Jürgen Stahl, Vorsitzender des Bundesverbandes Bestattungsbedarf.

Ein Holzsarg wird aus besäumten, hochwertigen Brettern gefertigt, die – auch abhängig vom regionalen Bestand – überwiegend aus den Holzarten Kiefer, Eiche, Esche, Buche und aus der Linde gewonnen werden. „Beim Besäumen wird die Baumkante einer Bohle mit Hilfe einer Besäumsäge abgetrennt“, so Stahl. Diese Bretter werden zu Platten verleimt, welche anschließend profiliert und schließlich zum Sarg zusammengebaut werden. Dabei gibt es für den Oberkasten, aber auch – je nach Herstellungsverfahren – für den Unterkasten, spezielle Pressen, um sichtbare Nagelstellen zu vermeiden. Danach werden – je nach Modell – Muster und Motive in das Holz gefräst. „Diese können ganz dezent, aber auch ausdrucksstark und großflächig ausfallen.“ Anschließend kann die Oberfläche veredelt werden. Dafür gibt es mehrere Möglichkeiten. Klassischerweise wird das Holz mit einem lösemittelarmen Klarlack auf Wasserbasis abschließend versiegelt. Während hochwertige Holzqualitäten manchmal noch vorher gebeizt werden, um eine stärkere optische Wirkung zu erzielen oder eine höhere Farbvielfalt zu ermöglichen, werden auf einfachen Nadelhölzern nach einer Grundierung naturähnliche Strukturen von Hand aufgetragen, zum Beispiel imitierte Maserungen. „Neuerdings wird durch das umweltfreundliche Ölen und Wachsen von naturbelassenen Holzqualitäten die natürliche Eindruck zusätzlich verstärkt“, erklärt Stahl. Den Abschluss der Sargherstellung bildet schließlich die Montage der Beschläge und der Füße. Sodann wird der Sarg mit der Innenausstattung versehen, wobei zunächst eine Folie zum Schutz und dann das weitere Innenleben aus den unterschiedlichsten Stoffarten und in variantenreichen Farben und Optiken eingebracht wird. Dazu Stahl abschließend: „Ein hochwertiger Sarg ‚made in Germany‘ ist also ein mit harter Arbeit und einem hohen handwerklichen Qualitätsanspruch hergestelltes Produkt für die letzte Reise des geliebten Menschen.“ 

Mehr Informationen unter www.bundesverband-bestattungsbedarf.de

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