Montag, 16. Juli 2018


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Das erste Überblickswerk zur Entstehung und Entwicklung von Shopping Malls

Architekturen des Konsums

Ostfildern, (lifePR) - Die neue Hatje-Cantz-Publikation World of Malls. Architekturen des Konsums widmet sich dem kontroversen Thema Shopping Mall: Der Katalog behandelt die Entstehung sowie Entwicklung von Einkaufszentren und stellt gleichzeitig architektonische sowie gesellschaftspolitische Aspekte in den Fokus. Das erste Überblickswerk dieser Art enthält zahlreiche Fallstudien und Essays von Stadtplanern, Ökonomen sowie Architekturhistorikern.

Berlin, 12. Juli 2016 – Ob auf der grünen Wiese oder im urbanen Raum, Shopping Malls polarisieren: Bereits seit den 1950er-Jahren diskutieren Politiker, Stadtplaner, Soziologen, Bürgerinitiativen und Betreiber über mögliche Auswirkungen auf Einzelhandel, Stadtentwicklung und Gesellschaft. Die architektonische Gestalt der Shopping Malls wird dagegen meist nur am Rande behandelt. Mit dem Katalog World of Malls. Architekturen des Konsums sowie der gleichnamigen Ausstellung des Architekturmuseums der TU München in der Pinakothek der Moderne rückt nun erstmalig auch die bauliche Entwicklung in den Vordergrund der Betrachtung, denn fest steht: Mit der Entstehung von Shopping Malls wurden grundlegende Elemente urbaner Einkaufsstrukturen neu definiert. Der wichtigste Aspekt ist, dass die Mall in der Hand eines einzigen Besitzers liegt und selbst ein kommerzielles Produkt darstellt.

Ob Ladenstraße, Bazar, Passage oder Kaufhaus, all diese architektonischen Typologien des Kommerzes waren stets mit dem Zentrum einer Stadt verknüpft und für die Erreichbarkeit von Fußgängern konzipiert. Ihre urbane Vernetzung beruhte auf gewachsenen Prozessen der Abstimmung zwischen Eigentümern von Häusern, Händlern und den Interessensvertretern einer Stadt. Die massenhafte Motorisierung des 20. Jahrhunderts löste einen radikalen Umbau der Städte aus und führte zu einer starken Suburbanisierung. Das Wachsen der Vorstädte und die damit einhergehende Entvölkerung der Stadtzentren waren Auslöser für das Entstehen der ersten Shopping Malls. Ihr Siegeszug begann in den 1950er-Jahren in den Vereinigten Staaten mit einem Einkaufszentrum des österreichischen Architekten Victor Gruen. Im Laufe der folgenden Jahrzehnte avancierten Shopping Malls weltweit zu urbanen Erlebnisräumen. In der jüngsten Vergangenheit wurden sie auch zunehmend innerstädtisch populär und sind heute ein fester Bestandteil des öffentlichen Raumes. Doch wohin geht ihre Entwicklung? Auf der einen Seite gibt es weiterhin spektakuläre Neueröffnungen in Amerika, Asien, den Vereinigten Arabischen Emiraten und Europa, andererseits stehen inzwischen auch viele Shopping Malls leer, werden umgebaut oder neu genutzt.

Eine objektive Betrachtung aus neutraler Perspektive ist nahezu unmöglich, denn die Widersprüche zwischen den Interessen der Betreiber, der Stadtbewohner und der Politik sind grundsätzlich nicht vollständig auflösbar. Ob die Shopping Mall nun den Tod einer Stadt bedeutet oder eher ihre Wiederbelebung fördert, ist nur im Einzelfall zu klären. Stadtplaner, Ökonomen und Architekturhistoriker analysieren in der Publikation World of Malls. Architekturen des Konsums anhand von unterschiedlichen Beispielen die verschiedenen weltweiten Ausprägungen des Bautypus der Shopping Mall und seine Auswirkungen auf den Stadtkontext sowie seine teilweise spektakulären Transformationsprozesse.

World of Malls Architekturen des Konsums

Hrsg. Vera Simone Bader, Andres Lepik, Texte von Anette Baldauf/Elizabeth Giorgis, Regina Bittner, Robert Bruegmann, Katja Eichinger, Dietrich Erben, Roberto Gigliotti, Anna Klingmann, Richard Longstreth, Alain Thierstein, June Williamson, Sophie Wolfrum

Deutsch
2016. 256 Seiten, 200 Abb.
19,50 x 22,50 cm
gebunden
ISBN 978-3-7757-4138-5

49,80 €

Hatje Cantz Verlag GmbH

Hatje Cantz ist ein international wegweisender Fachverlag für Kunst, Architektur und Fotografie. Seit 1945 produziert und verlegt Hatje Cantz mit fundierter Expertise, Begeisterung für das Handwerk und einem konsequent hohen Qualitätsanspruch individuelle Publikationen. Aktuell erscheinen jährlich rund 200 neue Titel im Verlagsprogramm.

Hatje Cantz versteht sich, insbesondere auch im digitalen Zeitalter, als Bindeglied zwischen Museen, Künstlern, Galerien, Sammlern und Kunstinteressierten. Die Vermittlung von Wissen - inhaltlich wie visuell - sowie die Begeisterung für Kunst stehen stets im Fokus des Engagements.

Als konsequente Fortführung des Portfolios und um den Anspruch Kunst auch über das Medium Buch hinaus erfahrbar zu machen, lanciert Hatje Cantz im Rahmen der EDITION GERD HATJE u.a. Arbeiten auf Papier, Fotoarbeiten und Kunstobjekte in streng limitierten, signierten Auflagen.

www.hatjecantz.de
www.editiongerdhatje.com

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