Dienstag, 23. Januar 2018


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Winn: Bundesärztekammer muss sich eindeutig zu Zweitmeinungsportal positionieren

Brief an Dr. Frank-Ulrich Montgomery

Berlin, (lifePR) - Der Vorsitzende des Hartmannbundes, Hon.-Prof. Dr. Kuno Winn hat die Bundesärztekammer aufgefordert, sich klar zum Zweitmeinungs-Portal "Vorsicht! Operation" zu positionieren. "Nach allem, was wir bisher wissen - unter anderem können wir uns dabei auf ein Interview mit dem Portalgründer Professor Dr. Hans Pässler berufen - stützt sich die durch die Experten von "Vorsicht! Operation" erhobene Zweitmeinung ausschließlich auf über Fragebögen gewonnene Erkenntnisse. Dies sehen wir außerordentlich kritisch!", heißt es in einem Schreiben Winns an den Präsidenten der Bundesärztekammer, Dr. Frank-Ulrich Montgomery.

Der Hartmannbund hatte sich in der jüngeren Vergangenheit bereits wiederholt kritisch mit verschiedenen Krankenkassenangeboten zur ärztlichen Zweitmeinung auseinandergesetzt. Dabei wurde vor allem ausdrücklich darauf hingewiesen, dass mögliche Fernbehandlungen gegen die Berufsordnung für Ärzte verstoßen. Diese sieht - ebenso wie im Übrigen die Rechtsprechung des BGH - ausdrücklich vor, dass therapeutische Aspekte nur nach eigener, unmittelbarer Anschauung des Patienten beurteilt werden dürfen.

Die Zweitmeinung, so Winn, sei für Patientinnen und Patienten ein bedeutendes Instrument in einer oft schwierigen Lebenslage. Umso wichtiger sei es, dass die aus gutem Grunde formulierten Spielregeln des Berufsrechts eingehalten würden und keine Grauzonen entstünden. "Vor allem muss jeder Anschein vermieden werden, dass Zweitmeinungen zu einem Wirtschaftszweig im Sinne eines Selbstzwecks werden oder am Ende zu gar zu einem von den Kassen finanzierten Instrument der Leistungsreduzierung!", warnte Winn.

So gesehen sei die Bundesärztekammer aufgerufen, das Thema Zweitmeinung sehr aufmerksam und kritisch zu begleiten. Winn: "Aktuell sind wir im Speziellen daran interessiert, wie die Kammer das Portal "Vorsicht! Operation" bewertet und ob man Handlungsbedarf sieht", so Winn abschließend.

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