Donnerstag, 21. Juni 2018


Studierende im Hartmannbund rufen zu Protesten gegen geplanten Pflichtabschnitt im Praktischen Jahr auf!

Otte: Bundesrat muss unsere Signale hören!

Berlin, (lifePR) - Der Vorsitzende der Medizinstudierenden im Hartmannbund, Kristian Otte, hat seine Kommilitonen in ganz Deutschland aufgefordert, sich gegen den vom Bundesrat geplanten Pflichtabschnitt Allgemeinmedizin im Praktischen Jahr (PJ) zur Wehr zu setzen. "Wenn unsere sachlich vorgetragenen Argumente hartnäckig ignoriert werden, dann müssen wir aus unserem Protest eine Bewegung machen, um den Bundesrat zu stoppen", zeigte sich Otte zwei Tage vor der entscheidenden Bundesratssitzung kampfbereit.

Otte stellte ausdrücklich klar, dass sich der Widerstand dabei keineswegs gegen die Allgemeinmedizin richte. Ein Zwangsabschnitt Allgemeinmedizin im Praktischen Jahr könne aber Versäumnisse, die aus Sicht der Studierenden den Beruf des Hausarztes unattraktiv gemacht haben, nicht wett machen. Derartige Maßnahmen seien bestenfalls geeignet, Vorbehalte gegen besagte Fachrichtung zu untermauern. Otte: "Wir brauchen neben den Tertialen mit ihrer Verpflichtung zur Inneren Medizin und zur Chirurgie im PJ weiterhin den Freiraum, um zum Beispiel unsere Fähigkeiten in der Schnittbilddiagnostik und der Notfall- oder Intensivmedizin zu intensivieren oder schlicht, um einfach am Ende des Studiums noch einmal individuelle Interessenschwerpunkte zu setzen."

Der Vorsitzende der Hartmannbund-Medizinstudierenden appellierte ausdrücklich an die Medizinstudierenden in ganz Deutschland, sich an den bundesweit organisierten Protesten zu beteiligen. Bereits am heutigen Mittwoch werde in Göttingen protestiert, weitere Veranstaltungen seien für Münster, Jena, Köln, Mainz, Dresden und München geplant. Eine von Studierenden organisierte Online-Petition habe bereits innerhalb weniger Tage mehr als 10.000 Unterstützer erreicht, und im Sozialnetzwerk Facebook gebe es eine eigens eingerichtete Seite, auf der aktuelle Meldungen veröffentlicht und Proteste in den einzelnen Unistädten angekündigt würden. "Nutzen wir unsere Chance, vor der Bundesratssitzung am Freitag ein deutliches Zeichen zu setzen", appellierte Otte abschließend noch einmal an seine Kommilitonen, "der Bundesrat darf unsere Stimmen nicht ignorieren."

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