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Pressemitteilung BoxID: 300679 (Hartmannbund - Verband der Ärzte Deutschlands e.V.)
  • Hartmannbund - Verband der Ärzte Deutschlands e.V.
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Reinhardt: Einengung individueller Spielräume ist Ausdruck einer schleichenden Veränderung der Gesellschaft

(lifePR) (Berlin, ) Vor dem Hintergrund der Diskussion über die Zukunft der Privaten Krankenversicherung und politisch angestrebter Restriktionen individueller Gesundheitsleistungen (IGeL) hat der Vorsitzende des Hartmannbundes, Dr. Klaus Reinhardt, vor einer schleichenden Zersetzung gesellschaftlicher Grundwerte gewarnt: "Es mag ja in dieser Debatte für den Einen oder Anderen vordergründig auch um richtige Aspekte gehen. Dies darf aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass in der Summe einer solchen Entwicklung Grundwerte einer freien Gesellschaft, so wie wir sie bisher kennen, existenziell gefährdet sind". Wenn der Staat sich immer stärker als Regulierungsbehörde begreife, so Reinhardt, dann bedeute dies nicht nur eine erhebliche Gefahr für die Freiheit der ärztlichen Berufsausübung, sondern dann stehe auch die freie Selbstbestimmung jedes einzelnen Patienten auf dem Spiel. "Die fortgesetzte Einengung individueller Freiräume wird den Charakter unseres Gemeinwesens nachhaltig zu seinem Nachteil verändern", so Reinhardt weiter.

"Natürlich müssen wir Ärzte verantwortungsbewusst mit dem Angebot individueller Gesundheitsleistungen für unsere Patientinnen und Patienten umgehen", sagte der Hartmannbund-Vorsitzende. Absolut inakzeptabel aber sei es, wenn in einer freien Gesellschaft am Ende der Staat im Stile eines Vormundes darüber entscheiden wolle, welche Leistungen in einem eigenverantwortlichen Verhältnis zwischen dem Arzt und seinem Patienten erbracht werden dürften. "Wer an dieser Stelle aus vermeintlichen Gerechtigkeitsgründen individuelle Spielräume unter staatliche Kuratel stellen will, der fördert am Ende einen schwarzen Markt für Gesundheitsleistungen, die dann wirklich nur noch wenigen Privilegierten vorbehalten sind. Das kann niemand wollen", sagte Reinhardt. In diesem Sinne werde der Hartmannbund auch weiterhin vor den Folgen politisch motivierter Neiddebatten warnen.