Dienstag, 24. April 2018


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Lesinski-Schiedat: Ja zu mehr Studienplätzen, nein zur Landarztquote

Berlin, (lifePR) - „Der Hartmannbund begrüßt die Absicht von SPD und CDU, in Niedersachsen bis zu 200 mehr Medizinstudienplätze zu schaffen, und steht für eine zukünftige konstruktive Zusammenarbeit mit der neuen Landesregierung jederzeit gern zur Verfügung.“ Das sagte die Vorsitzende des Hartmannbund-Landesverbandes Niedersachsen, Prof. Dr. Anke Lesinski-Schiedat, anlässlich entsprechender Verlautbarungen zu den aktuellen Koalitionsverhandlungen in dem Bundesland. „Wir benötigen in Niedersachsen wieder eine ausreichende Zahl an Studienplätzen“, forderte die niedersächsische Landesvorsitzende des Hartmannbundes. Außerdem sei ein sinnvolleres Auswahlsystem zur Zulassung zum Medizinstudium dringend geboten. Hier verwies sie auf die Vorschläge des Ausschusses Medizinstudierende des Hartmannbundes.

Eine Absage erteilte Lesinski-Schiedat hingegen Forderungen der Kassenärztlichen Vereinigung und des Städtebundes nach Quoten bei der Zulassung zum Medizinstudium für Bewerber, die sich verpflichten, nach ihrer mindestens elfjährigen Aus- und Weiterbildung in ländlichen Regionen ärztlich tätig werden zu müssen. „Die sogenannten Landarztquoten sichern nicht die qualitativ notwendige ärztliche Versorgung in Niedersachsen“, so Lesinski-Schiedat. Das Aufwärmen von bekannten aber nicht lösungsorientierten Forderungen könne die ärztliche Versorgung in Niedersachsen nicht verbessern. Derartige Quoten trügen nicht zu der von der Bevölkerung zurecht verlangten guten ärztlichen Versorgung in Niedersachsen bei. Insofern wäre dies auch eine Verschwendung von Steuergeldern. 

„Vielmehr muss mit Tatkraft und Investitionsbereitschaft an den vorhandenen Strukturen und den neuen Möglichkeiten, die zum Beispiel die Telemedizin bietet, gearbeitet werden“, betonte Lesinski-Schiedat. Gerade Niedersachsen eigne sich dafür, intelligente Mobilitätsdienstleistungen auszuarbeiten. Die niedersächsische Landesvorsitzende des Hartmannbundes verwies in diesem Zusammenhang auf die diversen Thinktanks im Wirtschaftsministerium und der Metropolregion, die die bisherige Landesregierung bereits initiiert hat, und bot sich ausdrücklich für weiterführende Gespräche und die Mitarbeit bei diesen Projekten an, um auch den ärztlichen Sachverstand stärker mit einfließen zu lassen. 

Hartmannbund - Verband der Ärzte Deutschlands e.V.

Der Hartmannbund - Verband der Ärzte Deutschlands e.V. ist der einzige freie Verband, der die beruflichen, wirtschaftlichen und sozialen Interessen aller Ärzte, Zahnärzte und Medizinstudierenden in Deutschland - unabhängig vom Fachgebiet, ob niedergelassen, angestellt oder im öffentlichen Gesundheitsdienst tätig - vertritt.

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